Zum 1. Januar 2017 für Feuchter Hort und Mittelschule

Mensa-Belieferung wird neu ausgeschrieben

Mit bis zu 200 Essen rechnet man ab dem neuen Schuljahr in der Mensa. Die Belieferung soll zum 1. Januar 2017 neu ausgeschrieben werden. Das Bild entstand bei der Eröffnung im letzten Jahr. | Foto: Vinzl2016/07/mensa_schule_feucht.jpg

FEUCHT – „Kinder wollen begeistert werden – auch beim Essen. Aus diesem Grund liegt es uns am Herzen, die Mittagsverpflegung an unseren Schulen und Kindertagesstätten ausgewogen, abwechslungsreich und mit allen Sinnen erlebbar zu gestalten.“ So vielversprechend klingt es auf der Internetseite der Firma Schulhaus Catering, die auch für die Mensa der Mittelschule Feucht und des Hortes St. Jakob zuständig ist. Dass es wohl nicht (immer) so ist, war nun Gegenstand einer intensiven Beratung im Sozial- und Kulturausschuss, die durch einen Antrag von Hermann Hagel („nicht als Vertreter für die ganze Mittelschule, sondern als Gemeinderat und Lehrer einer Ganztagsklasse“) angestoßen wurde.

Hagel machte deutlich, dass er zwar schon zigmal versucht habe, die Essensversorgung vollwertig zu gestalten, aber leider habe dies jahrelang praktisch gar nichts bewirkt, die Schüler der Mittelschule aber in der Mensa essen müssen. Nachdem das angebotene, warme Mittagessen, so die Einschätzung Hagels, nicht den Vorstellungen der Schüler entspreche, würden immer mehr nur einen Salat oder belegte Brötchen kaufen – kalt.

„Dies ist nicht die Vorgabe, die wir als Schule und Gemeinde eigentlich erfüllen sollten“, ist die Auffassung Hagels. Auffallend sei auch, dass das Essen immer weniger unterschiedlich ausfalle und wenige Gerichte ständig wiederkehren. Hagel untermauerte seine Kritik anhand konkreter Beispiele.
Als Beispiel führte er den Schulverband Altdorf auf, der das Essen der Ganztagsschüler finanziell mit 1,50 Euro pro Schüler unterstütze, damit es vollwertig sein kann und der Schulverband in Velden bezahle das Essen für Ganztagsschüler komplett! „Ich denke, wir sind in Feucht nicht ärmer und uns sollte eine gesunde und vollwertige Ernährung unserer Kinder es wert sein, diese aufzuwerten und besser zu gestalten“, war sein Fazit. Unzufrieden ist er auch mit dem aktuellen Abrechnungssystem. Auch hier müsse sich die Gemeinde als Sachaufwandsträger endlich eine vernünftige Lösung einfallen lassen.

Runder Tisch zum Thema

Leitende Verwaltungsbeamtin Marion Buchta berichtete von einem Runden Tisch zum Thema Schulverpflegung, an dem kürzlich Vertreter der Grund- und Mittelschule, des Hortes St. Jakob, der Mensa und der Verwaltung teilnahmen und bei dem mehrere Punke erörtert wurden, die im nächsten Schuljahr zu verbessern sind. Entsprechend habe man auch bereits Kontakt mit dem Caterer aufgenommen.

Dabei ging es auch darum, dass die Grund- und Mittelschule die Schulverpflegung gerne für alle Schüler von Montag bis Freitag (bisher Montag bis Donnerstag) anbieten würde. Da zusätzlich mit der dritten Offenen Ganztagsgruppe gerechnet wird und nicht täglich alle weiteren Schüler in der Mensa essen werden, gehe man davon aus, dass sich die Zahl von derzeit 160 auf ca. 200 Essen täglich erhöhen wird.

Was das Essen selbst betrifft, sei man mit dem Caterer im Gespräch und zuversichtlich, dass es Besserungen geben wird, ob es allerdings auch zur angeregten Salatbar kommt, bleibt abzuwarten. Tenor in der Diskussion: der Caterer soll das, was angeboten ist, auch einhalten. Festzustellen war auch eine Tendenz in Richtung Neuausschreibung, vor allem vor dem Hintergrund, dass es mit dem Walburgisheim vor Ort einen Anbieter gibt, der in der Lage ist, die Mensa mit den geforderten Essen zu beliefern.

Erfolgreich gecoacht

Bekanntlich hat man erfolgreich am Coachingprojekt „Gut, gesund und gerne satt“ des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten teilgenommen und ist entsprechend zertifiziert (wir berichteten). Und schon damals ließ Einrichtungsleiter Norbert Clausen anklingen, dass man gerne weitere Einrichtungen in Feucht an den Erkenntnissen und Ergebnissen teilhaben lassen möchte, denn die Küche des Walburgisheims hat freie Kapazitäten und durch personelle Aufstockung mit einem weiteren Koch auch die notwendige Fachkraft, das Angebot auszuweiten. Im Sozial- und Kulturausschuss wertete man dies sehr wohlwollend.

Einigkeit bestand darin, dass die Essensbelieferung der Mensa zum 1. Januar 2017 neu ausgeschrieben wird. Bis zum Jahresende soll wie bisher die Firma SF Franken Catering die Schulmensa zu den bisherigen Konditionen beliefern. Bürgermeister Konrad Rupprecht wurde ermächtigt, die vertraglichen Regelungen zu treffen. Zugestimmt wurde weiter, dass ab dem Schuljahr 2016/2017 alle interessierten Schülerinnen und Schüler der Grund- und Mittelschule in der Mensa essen können.

Zudem bleibt es dabei, dass die Kosten für den Einsatz des Abrechnungsprogrammes für alle Schülerinnen und Schüler der Offenen Ganztagsschule in der Grundschule und der Ganztagesklassen in der Mittelschule übernommen werden.

EU-Zulassung beantragt

Das Walburgisheim wird sich auf jeden Fall an der Neuausschreibung beteiligen. Wie Einrichtungsleiter Norbert Clausen betonte, hat man zwischenzeitlich den Antrag auf die entsprechende EU-Zulassung gestellt, die notwendig ist, wenn eine gewisse Anzahl von Essen außer Haus geliefert wird.

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