Umbauarbeiten laufen

Edeka eröffnet im Spätsommer im alten EWS

Die künftigen Marktbetreiber Christoph Schmitt (links) und Wolfgang Louzil (2. v. rechts mit Sohn Leon) sowie Reiner Anselstetter als Vertreter des Eigentümers vor den neuen, noch abgedeckten Rollsteigen. | Foto: Buchner-Freiberger2019/05/ews-umbau-edeka-verantwortliche-rollsteigen.jpg

LAUF. Als der EWS-Markt an der Hersbrucker Straße im August 2017 Insolvenz anmeldete, war das ein Paukenschlag für die Laufer Einzelhandelslandschaft. Nun ist es nicht mehr weit bis zur Neueröffnung, die nach den Sommerferien geplant ist. Aus EWS wird Edeka. Aktuell laufen die Umbauarbeiten auf Hochtouren.

Man fühlt sich ein bisschen verloren im riesigen, komplett entkernten Untergeschoß, das zurzeit eher an eine Tiefgarage erinnert. Auf 3000 Quadratmetern entsteht hier die neue Verkaufsfläche. „Das ist der erste Edeka-Markt in Nordbayern, der im Keller untergebracht ist. Auch was die Größe betrifft, ist er ein Vorzeigeobjekt“, sagt Wolfgang Louzil. Der erfahrene Kaufmann betreibt Edeka-Märkte in Eckental, Leinburg, Igensdorf und Nürnberg. Zusammen mit Christoph Schmitt, dem die Edeka-Filialen in Röthenbach und Schwaig unterstehen, wird Louzil Betreiber des neuen Laufer Marktes sein. Edeka fungiert als Mieter.

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Im Januar haben die Arbeiten an der Immobilie offiziell begonnen. Die Technik wird erneuert, der Boden ausgetauscht, zwei Rollsteigen werden eingebaut, die die Kunden samt Einkaufswagen künftig vom Erd- ins Untergeschoß bringen. Aufzüge wird es aber weiterhin geben. Auch das Parkhaus wird generalsaniert und komfortabler. „Aus drei Parkplätzen werden künftig zwei“, sagt Christoph Schmitt. Im Erdgeschoß wird das „Brothaus“ eine Gastronomie mit 80 Plätzen anbieten. Wieder mit von der Partie als Mieter sind der Friseur Schalk und das Reisebüro Hartmann, die bereits vor der Insolvenz hier ihre Läden hatten. Im Obergeschoß sollen Praxen oder Büros einziehen.

Das Konzept für die Verkaufsfläche im Untergeschoß steht bereits im Detail. Neben einem Blumenladen wird es unter anderem einen Sushi-Stand und eine Salatbar geben. Die Wein- und Käseabteilung, wo auch Verkostungen stattfinden sollen, wird das Zentrum des Marktes bilden. Im hinteren Bereich entsteht die Frischetheke für Fisch, Wurst und Fleisch, wo Louzil und Schmitt auch ihr eigenes „dry-aged“ Fleisch produzieren wollen. Weiter geplant sind ein begehbarer Getränke-Kühlraum, ein „Haushaltspoint“ in Zusammenarbeit mit der Hersbrucker Firma Fackelmann und ein kleiner Bereich für unverpackte Lebensmittel. Acht normale und vier Selbstbedienungs-Kassen werden vor dem Ausgangsbereich platziert. Eine ausgeklügelte Logistik ist für die Leergutannahme notwendig.

Natürlich gebe es bei der Einrichtung Konzeptvorgaben durch die Bau- und Designabteilung von Edeka, doch das letzte Wort haben die Betreiber, wie Wolfgang Louzil und Christoph Schmitt berichten. Der Grundriss des Ladens sei „schon ungewöhnlich“. Finanziert wird der Umbau vom Eigentümer der Immobilie, Johannes Schmidt. Wie viel Geld genau investiert wird, dazu wollen sich die Verantwortlichen nicht äußern. Reiner Anselstetter spricht als Vertreter des Eigentümers von mehreren Millionen Euro. Eröffnet werden soll der sanierte Markt nach den Sommerferien. Die neuen Betreiber hoffen, dass dann viele ehemalige EWS-Kunden kommen.

N-Land Stefanie Buchner-Freiberger
Stefanie Buchner-Freiberger