Sanierungsarbeiten versperren zurzeit einige Teile der Burg

Die Bastion Schnaittach braucht Hilfe

Vom Festungsgraben bis zur Ringmauer wurde ein hohes Gerüst aufgestellt. Von hier aus wird das Postentümchen an der Spitze der Bastion Schnaittach saniert. | Foto: Udo Schuster2020/08/Bastion-Rothenberg-scaled.jpg

SCHNAITTACH  – Ein Ausflug zur Festung auf dem Rothenberg bei Schnaittach bietet sich zu jeder Jahreszeit an. Wegen wichtiger Sanierungsarbeiten ist ein Teil der Anlage allerdings bei den Führungen nicht betretbar. Leider aktuell auch einer der schönsten Aussichtsplätze, die Bastion Schnaittach, von der aus man über Schnaittach und Lauf bis Nürnberg und Erlangen schauen kann.

Der Heimatverein ist, genauso wie das staatliche Bauamt und die Burgenverwaltung, stets bemüht für die Besucher möglichst vieles hinter den historischen Mauern zugänglich zu erhalten. Da die eindringende Feuchtigkeit in die Kasematten schon von je her ein Problem war, wurde hier bereits vor Jahrzehnten eine Betonplatte zur Sicherung aufgebracht.

Gegenwärtig wird auf dieser freigelegten Betonplatte eine Isolierschicht für das Oberflächenwasser angebracht, erklärt Jürgen Glasauer vom Heimatverein Schnaittach. Durch die leichte Neigung der Ebene in Richtung Festungsgelände ergibt sich dann ein Abfluss nach innen, die Mauern werden geschützt.


Gerüst vom Festungsgraben bis zum Turm

An diesen werden derzeit noch Fugensanierungen vorgenommen, im Anschluss daran soll auch das markante Postentürmchen im Südwesten saniert werden. Um die Konsolen am Fuß der Ausladung reparieren zu können, musste ein hohes Gerüst vom Festungsgraben aus bis ganz nach oben aufgebaut werden.

Heimatvereinsvorsitzender Jürgen Glasauer zeigt auf einen Mauerriss direkt vor dem Postentürmchen, der nach dem Abtragen der Erd- und Sandschicht erkennbar war. | Foto: Udo Schuster2020/08/Sanierung-Festung-Rothenberg-Jurgen-Glasauer-zeigt-auf-einen-Ma.jpg

Erfreulich ist, dass die Mauersanierung mit Naturstein am Torhaus (Festungseingang) schon länger abgeschlossen ist und für Fotoaufnahmen der Besucher, das Torhaus mit der Brücke wieder einen schönen Hintergrund bildet. Lediglich beim Widerlager der Brücke sind noch Reparaturen nötig. Noch voll im Gang sind Natursteinsanierungen am gegenüberliegenden Ravelin (Festungsvorbau). Bis September sollen alle maroden Steine ausgetauscht sein, sodass sie das Bauwerk wieder perfekt abstützen können.

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