Wieder ein Stück mehr sichtbar

Rodung an den Mauern: Rothenberg-Festung erhebt sich aus dem Wald

Die Rodungsarbeiten an der Festung laufen auf Hochtouren2014/02/78122_FestungRothenbergRodungFeuerus_New_1393517464.jpg

SCHNAITTACH — Wieder ist ein Stück mehr sichtbar von der historischen Festung am Rothenberg, vor allem wenn der Blickwinkel von Schnaittach aus günstig zum Berg liegt.

Nachdem die Bayerischen Staatsforsten bis Anfang Dezember bereits den Wald am Hang durchlichtet hatte, erfolgte in den vergangene Wochen noch eine Durchforstung weiter unterhalb, im angrenzenden Gemeindewald. Hierbei hätte sich mancher Schnaittacher noch etwas mehr Blick auf die mächtigen Bastionen gewünscht, jedoch habe die Hanglage nicht noch mehr Fällungen erlaubt, außerdem ist dieses Stück als Schutzwald eingetragen, erläutert Elmar Schmidtmeyer, der zuständige Förster für die Privatwälder um Schnaittach.

Seit einigen Tagen sind nun auch Arbeiter im Auftrag der Schlösserverwaltung aktiv, um Büsche auf der Westseite zu entfernen. Gerade noch rechtzeitig wurden die Aufträge vergeben, um vor Beginn der Vogelbrutschonzeit 1. März bis 30. September das schwache Gehölz auf dem Steinschuttwall zu entfernen.


Während zunächst Anfang der Woche die schwachen Hölzer abgeschnitten wurden, kam dann unter der Leitung von Friedrich Knoll ein Trupp der Schlösserverwaltung aus Nürnberg zum Einsatz. Unterstützt wurde dieser von Waldarbeitern des Maschinenrings, die mit der Seilwinde und dem Greifer am Traktor das Schnittgut auf einen Haufen zusammenrafften. Ein kleiner Teil Geäst wurde vor Ort gleich verbrannt.

Da das Schnaittacher Wahrzeichen – seit 1478 ist eine Burg im Wappen – nach Meinung sehr vieler Bürger von unten noch besser sichtbar werden muss, kann es noch einmal zu Nacharbeiten kommen. Eine Entscheidung fällt, sobald die Bäume wieder Blätter tragen und klar ist, was zu verbessern wäre.

1966 ging die Ruine an die Bayerische Schlösserverwaltung über und diese ist seither bemüht, den weiteren Verfall aufzuhalten. Der vor Ort zuständige Heimatverein erhofft sich durch die Durchforstung einen Besucherzuwachs – „wenngleich dies nicht mit Schloss Neuschwanstein vergleichbar sein wird“, sagt Vorsitzender Walter Herchenbach lachend.

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