Besucher entdeckten die Festung Rothenberg

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SCHNAITTACH — Das ideale Wanderwetter lockte am Pfingstsonntag rund 2000 Besucher aus der ganzen Region zum Fest der Veste auf die Bergfestung Rothenberg in Schnaittach. Während das Fest früher im Festungsgraben abgehalten wurde, findet das Geschehen mit den Altdorfer Landsknechten nun schon etliche Jahre im Inneren der ehemaligen churbaierischen Herrschaftsfestung statt. Am Ravelin, rund um das Kassenhäuschen, konnten sich die Gäste nach dem schweißtreibenden Aufstieg erst einmal stärken. Einziges Manko: Man musste zeitig in der Schlange stehen, um nicht hungrig den Heimweg antreten zu müssen. Denn mit derart vielen Gästen hatte auch der Catering-Service nicht gerechnet und so gab es am Nachmittag nur noch Kaffee und Kuchen, Steaks und Bratwürste waren ausverkauft. Ein ständiges Kommen und Gehen war zu beobachten und einige Besucher hatten beim Eintreffen schon eine ordentliche Wanderstrecke zurückgelegt. So kam eine Gruppe aus Germersberg über den „Alten Rothenberg“ zur Festung hoch und hatte so schon einige Höhenmeter bewältigt, bevor die verdiente Radlerhalbe in die Kehlen floss. Die Kinder rüsteten sich mit Schwert und Schild aus und kämpften wie die tapferen Ritter aus der Ganerbenzeit. Es machte ihnen sichtlich Vergnügen und auch einige Eltern ließen sich dazu hinreißen, im Zweikampf gegen ihre Kids anzutreten (links). Der Hingucker war aber das Lagerleben der Wallensteiner aus Altdorf, die mit 35 Landsknechten die Festung bevölkerten. Offenes Feuer, darüber ein Topf, in dem Schmackhaftes zubereitet wurde, und gespielte Gefangennahmen rundeten das Programm ab. Während Festungsführer Hannes Distler die Besucher durch die Kasematten begleitete und erklärte, wie es um den Festungsgefangenen Andreas Andre stand, zogen die Wallensteiner mit Trommeln auf den Festungsvorplatz und, begleitet von vielen Kindern, durch die Festung (rechts). Die Marschgruppe wurde mit Gewehrschüssen begrüßt. Sehr zufrieden mit dem Fest war auch der Vorsitzende des Heimatvereins, Walter Herchenbach, der sich freute, dass die Festungsanlage so viele Besucher aus der ganzen Region anzog. Etwa 650 nutzten auch gleich die Gelegenheit, eine Führung mitzumachen, was nicht alltäglich sei, so Herchenbachs Resümee. Mehr Bilder gibt es hier in unserer Galerie. Fotos: Schuster

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