Putzaktion in luftiger Höhe

Bauhof und Feuerwehr machten klar Schiff im Storchennest

In luftiger Höhe machte sich der Bauhofleiter ein eigenes Bild vom Zustand des Nestes. | Foto: J. Ruppert2022/01/StoercheHersbruckNestRuppert2.jpeg

HERSBRUCK – Gemeinsam mit der Feuerwehr hat der Bauhofleiter das Storchennest am Wassertor in Hersbruck wieder hergerichtet. Es gab nämlich eine Vermutung, warum im vergangenen Jahr zwar Störche dort nisteten, aber keine Nachkommen zur Welt brachten.

Einen so luftigen Arbeitsplatz hat Roland Rüll wohl selten. Der Bauhofleiter ist mit der Drehleiter der Hersbrucker Feuerwehr zum Dach des Wassertors hochgefahren, um eine oft gestellte Frage zu lösen: Warum baute im vorigen Jahr ein Storchenpaar einen Nistplatz auf dem Wahrzeichen und doch gab es keinen Adebar-Nachwuchs?

Expertin in Sorge

Expertin Tina Klausen wandte sich deswegen an Bürgermeister Robert Ilg. Sie äußerte die Vermutung, dass der nach den Vorgaben des Landesbundes für Vogelschutz gestaltete Platz zu feucht sei. Immer wieder kommt es vor, dass Störche zum Beispiel Plastik als Nistmaterial verwenden. Dann staut sich die Nässe unter einem Gelege, was Jungtiere nicht überleben. „Ich bin dankbar für solche konkreten Hinweise“, sagte Robert Ilg.

Nun hofft man, dass das Nest den Störchen gefällt und sie Lust haben, dort Nachwuchs aufzuziehen. / Foto: J. Ruppert2022/01/StoercheHersbruckNestRuppert-1.jpeg

Vergammeltes Nest

Tina Klausen verband ihr Anliegen dann auch noch gleich mit dem Angebot, bei der Lösung des Problems mitzuhelfen. Nachdem Feuerwehrmann Wolfgang Dehling das Drehleiterfahrzeug in Position gebracht hatte, wurde das Nest inspiziert. Der Verdacht mit dem Plastikmüll erhärtete sich zwar nicht. Doch der Brutplatz war völlig verschmutzt bis „vergammelt“, und ganze Grasbüschel waren hoch oben gewachsen.

Roland Rüll und ein Bauhofmitarbeiter machten erst einmal klar Schiff, schickten dann das Ergebnis per Foto an Robert Ilgs Handy. „Toll gemacht“ lobte Tina Klausen. Danach wurde neues Nistmaterial hochgebracht. Nun liegt es an den Adebars, ob sich die Arbeit gelohnt hat.

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