„Vorhang auf! – Gesang zum Satthören“

Operngala in Henfenfeld: Strahlende Stimmen und sichere Höhen

Die Sängerinnen und Sänger freuen sich über den Erfolg des Abends.
Die Sängerinnen und Sänger freuen sich über den Erfolg des Abends. | Foto: Martin Nitz2026/03/Die_Saengerinnen_und_Saenger_freuen_sich_ueber_den_Er.jpg

HENFENFELD - Der Konzertabend „Vorhang auf! – Gesang zum Satthören“ im Roten Saal von Schloss Henfenfeld erwies sich als voller Erfolg. Der Saal war bis auf den letzten Platz besetzt und das Publikum erlebte einen abwechslungsreichen Abend mit Arien, Duetten und Liedern aus der großen Opern- und Operettenliteratur.

Gleich zu Beginn überzeugte Ljuba Nitz mit einem ausdrucksstarken Sopran und sicherer Höhe. Miriam Groß beeindruckte mit ihrem warmen, klangvollen Mezzosopran und großer musikalischer Ruhe. Kristina Scherer gestaltete ihre Beiträge mit strahlender Stimme und lebendiger Bühnenpräsenz, während Kristina Saenko mit kraftvoller Stimme und intensiver Ausdruckskraft begeisterte. Auch Johanna Zimmermann zeigte ihre musikalische Vielseitigkeit: Neben den Ensembles überzeugte sie ebenso mit einem eigenen Solo und ihrem farbenreichen, gut geführten Mezzosopran.

Tenor, Bariton und starke Ensemblefarben

Bei den Herren setzte Lemuel Cuento, ein sehr erfahrener dramatischer Tenor, mit seiner kraftvollen und zugleich differenzierten Stimme besondere Akzente. Alwin Adelmann überzeugte mit hellem Tenor und großer musikalischer Eleganz, und Sinwoo Kim brachte mit seinem warmen Bariton eine schöne klangliche Tiefe in die Ensembles.

Ein besonderer Höhepunkt des Abends war Mario Stefano Misteli, der nicht nur als Sänger mit intensiver Bühnenwirkung überzeugte. Als Kunstpfeifer präsentierte er virtuos die berühmte Arie der Königin der Nacht – eine außergewöhnliche Darbietung, die das Publikum sichtlich faszinierte. Darüber hinaus ist Misteli auch als Komponist tätig und bereichert damit die musikalische Szene auf vielfältige Weise. Am Klavier begleitete Denette Whitter die Sängerinnen und Sänger souverän und mit großer musikalischer Sensibilität. Ihr differenziertes Spiel verband die unterschiedlichen Stimmen zu einem geschlossenen musikalischen Gesamtbild.

Applaus als Zeichen künstlerischer Qualität

Der lang anhaltende Applaus des Publikums bestätigte am Ende: Dieser Abend war ein eindrucksvolles Beispiel für die hohe Qualität der Arbeit der Opernakademie – ein Konzert voller Leidenschaft, Können und musikalischer Vielfalt.

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