„Große Fußstapfen“

Viel Lob: Burgthanns Altbürgermeister Heinz Meyer verabschiedet

Der neue und der alte Bürgermeister der Gemeinde Burgthann: Rainer Bock (rechts) dankte Heinz Meyer für dessen langjähriges Engagement.
Der neue und der alte Bürgermeister der Gemeinde Burgthann: Rainer Bock (rechts) dankte Heinz Meyer für dessen langjähriges Engagement. | Foto: Elke Leser2026/05/Burgthann_Verabschiedung_Heinz_Meyer__1.jpg

BURGTHANN – In Unterferrieden ist Heinz Meyer nach 18 Jahren als Bürgermeister der Gemeinde offiziell verabschiedet worden. Für diesen besonderen Anlass bot das Haus der Musik den passenden Rahmen: Über viele Jahre hinweg war Heinz Meyer hier Gastgeber zahlreicher Veranstaltungen wie dem Neujahrsempfang oder den Burgthanner Dialogen.

Die Gemeinde konnte das Team der Burgschänke um Robert Reichinger gewinnen, das die Gäste mit einem „fliegenden Buffet“ kulinarisch verwöhnte. Für einen besonders bewegenden Auftakt sorgte die Formation „Acoustic Affairs“ unter der Leitung von Eddi Feil mit dem Sinatra-Klassiker „My Way“.

Lokale Politprominenz vor Ort

Zahlreiche Wegbegleiter des neuen Altbürgermeisters waren der Einladung gefolgt, um ihm ihren Respekt und Dank auszusprechen. Unter den Gästen befanden sich unter anderem Landrat Armin Kroder, Willibald Gailer, Altlandrat des Landkreises Neumarkt, Bürgermeisterkollegen aus der Region, Klaus Hacker vom Bayerischen Gemeindetag, Vorsitzende der Burgthanner Vereine, Vertreter der Kirchen, Gemeinderäte, Vertreter der AWO, Banken sowie Archivar Hubert Krämer. Auch eine Delegation der Partnergemeinde St. Ruprecht war angereist. Familie und Freunde begleiteten den Abend ebenfalls.

Lobende Worte von Rainer Bock

In seinen Grußworten erinnerte der neue Bürgermeister Rainer Bock daran, dass beide bereits Anfang der 2000er-Jahre gemeinsam im Gemeinderat tätig gewesen seien – Meyer für die CSU, Bock für die SPD. Trotz unterschiedlicher politischer Perspektiven sei die Zusammenarbeit stets von gegenseitigem Respekt geprägt gewesen. „Du warst immer jemand, der integrierend gewirkt hat“, betonte Bock.

Er hob hervor, dass Meyer Konflikten nie aus dem Weg gegangen sei und stets klare strategische Überzeugungen vertreten habe. Das Ergebnis sei heute sichtbar: „Du übergibst mir eine Gemeinde, die finanziell hervorragend dasteht, in der nichts brennt und in der man gestalten kann.“

Nach nur wenigen Wochen im Amt könne er zudem sagen, dass die Verwaltung hoch motiviert sei und mit Freude weiterentwickeln wolle. „Das sind die besten Voraussetzungen, die man sich vorstellen kann und diese Voraussetzungen hast du geschaffen“, erklärte Bock.

Als Zeichen der Anerkennung verlieh der Gemeinderat Heinz Meyer einstimmig den Titel des Altbürgermeisters. Gleichzeitig wünschte sich Bock, dass sein Vorgänger der Gemeinde weiterhin erhalten bleibe: „Bleib der kritische Geist, der du immer warst. Menschen, die Dinge hinterfragen und konstruktiv begleiten, braucht eine Gemeinde.“

Auch Armin Kroder würdigte Meyers langjähriges Wirken. Bürgermeister zu sein bedeute, die großen Linien im Blick zu behalten und Projekte verantwortungsvoll voranzubringen, ohne die Gemeindefinanzen zu überlasten. „Genau das ist dir gelungen“, sagte Kroder, „die Finanzen sind geordnet, die Gemeinde ist gut aufgestellt und gleichzeitig wurde gestaltet und entwickelt. Das ist keine Selbstverständlichkeit.“

„Große Fußstapfen“

Klaus Hacker vom Bayerischen Gemeindetag und Nachfolger Meyers als Vorsitzender sprach von „großen Fußstapfen“, die Meyer hinterlasse. Besonders bemerkenswert sei dabei der menschliche Umgang gewesen. „Niemand spricht schlecht über dich und das erlebt man in der Kommunalpolitik wirklich selten“, sagte Hacker.

Für die CSU-Fraktion erinnerte Fraktionsvorsitzender Georg Reither daran, dass Heinz Meyer Entscheidungen auch dann getroffen habe, wenn sie unbequem gewesen oder auf Widerstand gestoßen seien. Viele Entwicklungen trügen bis heute seine Handschrift. Dazu zählten die Modernisierung der Infrastruktur, die Weiterentwicklung der Schulen, neue Wohn- und Gewerbeflächen sowie der Neubau der Kläranlage. „All diese Maßnahmen waren wichtige Investitionen in die Zukunft unserer Gemeinde“, so Reither.

Emotional wurde es auch bei den Grußworten aus der Partnergemeinde St. Ruprecht. Bürgermeister Franz Nöhrer und Altbürgermeister Herbert Pregartner erklärten, man sei „mit einem lachenden und einem weinenden Auge“ nach Burgthann gekommen. Einerseits freue man sich, gemeinsam diesen besonderen Moment zu feiern, andererseits bedeute der Tag natürlich auch Abschied. „Als Bürgermeister warst du praktisch 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche für die Gemeinde im Einsatz“, betonten sie. Besonders dankten sie Meyer für die jahrelange Unterstützung und Förderung der Partnerschaft zwischen den Gemeinden.

Im Anschluss an den offiziellen Teil sorgte die Oberferriedener Band „Don Bleu“ für Stimmung und einen gelungenen Ausklang des Abends.


Nichts Neues verpassen! - Newsletter abonnieren