Zu schade für die Tonne

Laub im Garten: Wo es bleiben darf und wo nicht

Laub, das von einer Person mit dem Rechen zusammengetragen wird
Laub ist wertvoll und sollte Teil des natürlichen Kreislaufs bleiben – auch im eigenen Garten. | Foto: stock.adobe.com/von U. J. Alexander2026/09/AdobeStock_301390474.jpeg

NÜRNBERGER LAND – Solange die Blätter an den Bäumen hängen, bewundern wir ihr frisches Grün, die leuchtenden Herbstfarben und ihren angenehmen Schatten. Doch sobald sie zu Boden fallen, gelten sie vielen Gartenbesitzern als lästige Arbeit. Dabei ist Falllaub nicht nur schön, sondern überaus wertvoll.„Tatsächlich lässt sich nicht von der Hand weisen, dass auch im Herbst an einigen Stellen auf dem Grundstück zur Tat geschritten werden sollte“, betont Uschi App vom Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (BGL).

Wo die Blätter weichen müssen

Auf Gehwegen und Terrassen sollte Laub entfernt werden, da es in Verbindung mit Feuchtigkeit rutschig wird und auf manchen Materialien Flecken hinterlässt. Auch Dachrinnen von Haus, Garage oder Gewächshaus sollten von Laub befreit werden, damit Regenwasser ungehindert abfließen kann. Im Gewächshaus sorgt ein sauberes Dach zudem für ausreichend Licht.

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Auch der Rasen braucht Licht und Luft. Eine geschlossene Laubschicht kann Feuchtigkeit stauen und dadurch Mangelerscheinungen und Pilzbefall begünstigen. In Gartenteichen mit Fischbesatz sollte Laub ebenfalls entfernt werden. Es kann sich am Grund zu Faulschlamm zersetzen, dabei Sauerstoff binden und schädliche Gase freisetzen. Ein Teichnetz kann die Arbeit erleichtern.

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Wo die Blätter wirken dürfen

Doch Laub muss nicht gleich auf dem Kompost oder in der Biotonne landen. Die Natur produziert keinen Müll: Blätter sind Teil eines natürlichen Kreislaufs. In Beeten bilden sie eine schützende Mulchschicht, halten die Feuchtigkeit im Boden und schützen Wurzeln vor Kälte. Gleichzeitig bieten sie Kleintieren Rückzugsorte und dienen Bodenorganismen als Nahrung. Bei der Zersetzung entsteht wertvoller Humus mit wichtigen Nährstoffen – das Laub wird so zum natürlichen Dünger.

Das von Wegen und Rasen gesammelte Laub kann daher gut als schützende Decke unter anderen Pflanzen verteilt werden. Besonders Gehölze und Stauden aus Wald- und Waldrandbereichen profitieren davon.

Dabei kommt es auch auf die Baumart an: Das Laub von Obstbäumen, Ahorn, Hainbuche und Linde verrottet schnell. Eichen- und Walnusslaub benötigt dagegen länger und senkt den pH-Wert des Bodens, ideal für säureliebende Pflanzen wie Rhododendren.

Laub ist wertvoll und sollte Teil des natürlichen Kreislaufs bleiben – auch im eigenen Garten.

Quelle: Grünes Presseportal

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