HERSBRUCK – Rund 50 Einladungen hat die Hersbrucker Bürgergemeinschaft (HBG) an die Einzelhändler der Innenstadt verschickt und sie zu einem offenen Austausch in „Edy’s Restaurant“ eingeladen. Händlerinnen und Händler kamen dabei mit Stadtratskandidatinnen und -kandidaten – einige in doppelter Funktion – ins Gespräch, um konkrete Anliegen, Herausforderungen, Ideen und Visionen für die Zukunft der Einkaufsstadt Hersbruck zu benennen.
Dass Hersbruck diesen Titel zurecht trägt, unterstreichen laut Pressemeldung der HBG die rund 50 inhabergeführten Geschäfte, wie das von Jochen Stemp. „Als Besucher des Altstadtfestes habe ich mich in die Stadt verliebt und beschlossen, hier meine Schuhe zu verkaufen“, berichtete er. Sein Wunsch für die Zukunft: ein fester Ansprechpartner bei der Stadtverwaltung, der als direkte Schnittstelle fungiert.
Rahmenbedingungen und Branchenmix im Fokus
Bei dem Abend wurde der Wunsch nach besseren Rahmenbedingungen für den Einzelhandel deutlich. Genannt wurde unter anderem eine verbesserte Beschilderung, ein zentraler Infopoint am Marktplatz sowie Lücken im Branchenmix (Wolle, Stoffe, Metzger). „Aber unsere Stadt hat noch so gut wie alles im Angebot, das wird von den Besuchern auch so gesehen“, bestätigten laut Pressemeldung die Stadtführerinnen und Stadtführer.
Auch das Thema Parken wurde genannt. Parkplätze wären laut Pressemeldung der HBG genügend vorhanden, wenn die Tiefgarage mehr genutzt würde. Einhellig forderten die Anwesenden die Einführung einer Brötchentaste. „Das ist ein kostenloses Kurzzeit-Parkticket, das in unserer Nachbarstadt Altdorf schon seit Jahrzehnten erfolgreich den schnellen Einkauf unterstützt“, ergänzte Britta Kern, die als Taxifahrerin in Altdorf fährt.
Events und Aktionen als Frequenzbringer
Wichtige Events seien unter anderem der Rosenmarkt und die Kürbismeile, betonten Angelika Pflaum und Christina Korn, weil diese gezielt Kunden in die Läden lockten. Ein Highlight im vergangenen Jahr sei auch das Streetfoodfestival gewesen, das heuer wieder stattfinden wird, wie Andy Roller versicherte. Weitere Impulse erhofft man sich von Aktionen wie den Radlshoppern und einer Aufwertung des Weihnachtsmarktes, etwa mit einer neuen Weihnachtsbeleuchtung. Klaus Wiedemann meinte dazu schmunzelnd: „Ein Thema, das mich schon mein ganzes Händlerleben begleitet.“
Die HBG wolle den Dialog fortführen und sich weiterhin aktiv für die Belange des lokalen Einzelhandels einsetzen, so Angelika Pflaum. „Wir wollen unsere lebenswerte Stadt als Einkaufsstadt nicht nur erhalten, sondern die Attraktivität langfristig sichern und weiter ausbauen“, wird sie in der Pressemeldung zitiert.
