„Himmlische Sphären“

Zwei Mitglieder des Schwarzenbrucker Fotoclubs stellen ihre Werke im Bibel Museum Bayern aus

Museumsleiterin Astrid Seichter (links) im Gespräch mit den beiden Fotokünstlern, Monika Rösler und Rüdiger Kretschmann.
Museumsleiterin Astrid Seichter (links) im Gespräch mit den beiden Fotokünstlern, Monika Rösler und Rüdiger Kretschmann. | Foto: Valeska Rehm2026/07/q80-f515x201-1024x657-1.webp

BURGTHANN/SCHWARZENBRUCK – Im Lorenzer Pfarrhof und anschließend im Bibel Museum Bayern ist die neue Sonderausstellung „Himmlische Sphären – Kirchenfotografien von Monika Rösler und Rüdiger Kretschmann“ eröffnet worden. Mehr als 90 Gäste waren gekommen, um die Fotografien im Museum zu betrachten und den Tag bei Häppchen und Getränken ausklingen zu lassen.

„Mit einer aufwendigen fotografischen Technik und mit viel Kreativität und Fantasie haben Monika Rösler und Rüdiger Kretschmann bekannte Kirchenräume in faszinierende geometrisch-sphärische Bildwelten verwandelt“, heißt es in einer Pressemitteilung des Bibel Museums. 25 dieser Bildwelten von Kirchen aus Mittelfranken, Unterfranken und der Oberpfalz stellt das Museum derzeit aus. In ihren Collagen lassen die beiden Künstler die Grenzen zwischen Architektur, Fotografie und digitaler Kunst verschwimmen.

Seichter würdigt die Künstler

In ihrer Begrüßung würdigte Museumsleiterin Astrid Seichter die kreative Leistung der beiden Künstler, die ein völlig neues Eintauchen in sakrale Architektur ermögliche, und gleichzeitig die Bedeutung von Kirchen unterstreiche, „die in ihren Gemeinden oft selbstverständlich präsent sind und seit Generationen Orte des Gottesdienstes, der Musik, der Stille, der Begegnung, der Erinnerung und der Hoffnung sind“.

Der offizielle Eröffnungsakt fand im Innenhof des Lorenzer Pfarrhofs statt. In entspannter Atmosphäre kamen Gäste, Künstler und Museumsfreunde zusammen. Im Gespräch mit Astrid Seichter gaben die beiden Mitglieder des Schwarzenbrucker Film- und Fotoclubs (FFVC) Einblicke in ihre Arbeit und die Technik, die sie für die Entwicklung der Bilder nutzen.

Der ehemalige Pfarrer und Fotograf aus Schwarzenbruck, Rüdiger Kretschmann, schilderte, wie die fotografische Arbeit seinen Blick auf Kirchenräume verändert habe. Obwohl er viele Kirchen bereits intensiv gekannt habe, eröffne die besondere Technik neue Perspektiven: „Dann kommt die Fotografie, die alles destruiert und neu konstruiert.“ Gerade durch das Zusammensetzen der zahlreichen Einzelbilder entstünden überraschende Sichtweisen auf vertraute Räume.

Mehr als 100 Kirchen fotografiert

Monika Rösler berichtete von den Anfängen des gemeinsamen Projekts. Ausgangspunkt sei der Wunsch gewesen, Kirchen so zu fotografieren, wie sie bisher niemand gesehen habe. Aus einem Fotowettbewerb zum Thema „Sakral“ entwickelte sich eine langjährige Zusammenarbeit. Inzwischen haben die beiden Künstler mehr als 100 Kirchen fotografiert und ihre Werke bei Ausstellungen präsentiert. Auf die Frage, was Besucher aus der Ausstellung mitnehmen sollen, formulierte die Burgthannerin einen Wunsch: Die Bilder sollten dazu anregen, Kirchenräume mit neuen Augen zu betrachten. Vielleicht werde dabei sichtbar, dass Kirchen mehr seien als historische Gebäude, nämlich Orte der Gemeinschaft, der Kunst, der Geschichte und der persönlichen Reflexion. Wenn die Ausstellung dazu beitrage, genauer hinzuschauen und neu zu staunen, sei viel gewonnen.

Auch Jürgen Pfaff, Zweiter Vorsitzender des Kulturnetzwerks Schwarzenbruck, würdigte die Arbeiten der beiden Fotografen und dass der besondere Reiz der Ausstellung im Staunen liege. Er lud Betrachter dazu ein, „die Bilder nicht nur anzusehen, sondern ihnen Zeit zu geben. Nähern Sie sich ihnen Schritt für Schritt. Entdecken Sie die vielen Details und Perspektiven.“

Info: Interessierte können die Bilder nun im Bibelmuseum bis zum 30. August bestaunen.

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