Inklusion

Hersbrucker Anzughersteller zeigt, wie Inklusion im Arbeitsalltag gut gelingt

Lisa Herbst überprüft Kleiderbügel mit Etiketten – Ordnung und Qualitätskontrolle gehören zu ihren Aufgaben bei Création Gross in Hersbruck. Angeleitet wird sie von Stefan Hellmer, der ihr auch als „Betriebspate“ für alle Fragen im Betrieb zur Seite steht.
Lisa Herbst überprüft Kleiderbügel mit Etiketten – Ordnung und Qualitätskontrolle gehören zu ihren Aufgaben bei Création Gross in Hersbruck. Angeleitet wird sie von Stefan Hellmer, der ihr auch als „Betriebspate“ für alle Fragen im Betrieb zur Seite steht. | Foto: Sabine Schreier/PR-Lebenshilfe2026/05/Lisa_Herbst_ueberprueft_Kleiderbuegel_mit_Etiketten_.jpg

HERSBRUCK – Der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen lenkt den Blick auf ein positives Beispiel aus Hersbruck: Beim Anzughersteller Création Gross ist Inklusion längst Teil des Arbeitsalltags.

Seit Anfang 2026 arbeitet Lisa Herbst auf einem Außenarbeitsplatz im Unternehmen. Nach einem erfolgreichen Praktikum ist die 34-Jährige heute fest in die Abläufe integriert. Formell bleibt sie bei den Moritzberg-Werkstätten der Lebenshilfe Nürnberger Land angestellt, im Alltag ist sie Teil des Teams bei Création Gross. Zu ihren Aufgaben zählen unter anderem die sortierte Vorbereitung der Ware, Qualitätskontrollen sowie Tätigkeiten im Lager.

„Lisa arbeitet sehr gewissenhaft, hat einen guten Blick für Ordnung und eine schnelle Auffassungsgabe – genau das ist für unseren Alltag wichtig“, sagt Michaela Holweg, Payroll und Recruiting bei Création Gross. Hilfreich für die Umsetzung von Außenarbeitsplätzen ist das Budget für Arbeit, das Arbeitgeber finanziell entlastet. Begleitet wird der Außenarbeitsplatz durch Laura Gebhard und Kerstin Tichatschke, Inklusionsbegleiterinnen in den Moritzberg-Werkstätten. Stefan Hellmer steht ihr als „Betriebspate vor Ort“ zur Verfügung.

Für Lisa Herbst bedeutet die Arbeit Sicherheit und Selbstständigkeit. Sie schätzt die klaren Aufgaben und die feste Struktur im betrieblichen Alltag: „Ich fühle mich bei den Aufgaben sicher. Und ich kann außerdem immer meinen Betriebspaten um Hilfe bitten.“

Dass Inklusion bei Création Gross nicht beim Arbeitsplatz endet, zeigte auch ein Besuch von Unternehmensvertretern in den Werkstätten in Schönberg. Aus dem Erlös der Weihnachtstombola spendete das Unternehmen 1000 Euro an die Moritzberg-Werkstätten. „Inklusion ist kein Ziel, das man abhakt – der Weg ist das Ziel“, betont Dennis Kummarnitzky, Geschäftsführer der Lebenshilfe Nürnberger Land. Der Spendenerlös kommt direkt der Werkstattarbeit und den dort beschäftigten Menschen zugute, teilt die Lebenshilfe in einer Pressemeldung mit.

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