Gefahren Sozialer Medien

Diskussionsveranstaltung: Essstörungen bei Jugendlichen

Teilnehmer des Informationsabends (von links): Anna Sophia Feuerbach, Klaus Lutz und Simon Spindler.
Teilnehmer des Informationsabends (von links): Anna Sophia Feuerbach, Klaus Lutz und Simon Spindler. | Foto: Imanuel Ziefle2026/04/74e6340080ae4fa965e5103195d3d1713fcf03ab_max1024x.jpg

RÖTHENBACH – Soziale Medien prägen die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen stärker denn je. Sie bieten viele Möglichkeiten, können aber auch den Druck erhöhen. In diesem Zusammenhang fand die Informations- und Diskussionsveranstaltung „Zwischen Filter und Wirklichkeit – Essstörungen im Kindes- und Jugendalter“ statt – veranstalteten vom Sachgebiet Gesundheitsförderung am Gesundheitsamt Nürnberger Land und dem Geschwister-Scholl-Gymnasium in Röthenbach.

Trotz der hohen Relevanz des Themas blieb die Abendveranstaltung bezüglich der Besucherzahl hinter den Erwartungen zurück. Die anwesenden Eltern, Lehrkräfte sowie pädagogischen Fachkräfte nutzten die Gelegenheit dennoch für einen intensiven und persönlichen Austausch.

Imanuel Ziefle aus dem Sachgebiet Gesundheitsförderung hielt einen Kurzvortrag zum „Tag des Gesundheitsamtes“. Dabei gab er einen Einblick in die vielfältigen Aufgabenbereiche der Gesundheitsämter in Bayern. Im Anschluss folgte eine Podiumsdiskussion, die von Simon Spindler aus dem Sachgebiet Gesundheitsförderung moderiert wurde.

Als Experten brachten Klaus Lutz, Medienfachberater des Bezirks Mittelfranken, sowie Anna Sophia Feuerbach, Vorständin des Vereins dick und dünn Nürnberg, ihre fachlichen Perspektiven ein. Begleitend waren Fachkräfte der Jugendsozialarbeit an Schulen mit einem Infostand vertreten und standen Interessierten für Fragen zur Verfügung.

Im Mittelpunkt standen zentrale Fragestellungen wie der Einfluss sozialer Medien auf die Entwicklung von Essstörungen, die Abgrenzung zwischen Inspiration und gesundheitsschädlichem Druck sowie die Möglichkeiten von Schulen, junge Menschen im kompetenten Umgang mit digitalen Medien zu stärken. Ein zentrales Ergebnis der Diskussion war die Einschätzung, dass Verbote sozialer Medien kaum zielführend sind. Stattdessen brauche es eine konsequente Stärkung der Medienkompetenz, um Kinder und Jugendliche zu einem reflektierten und selbstbewussten Umgang mit digitalen Inhalten zu befähigen.

Darüber hinaus wurden Warnanzeichen für die mögliche Entwicklung von Essstörungen thematisiert. Dazu zählen unter anderem ein auffälliger Rückzug, starke Beschäftigung mit dem eigenen Körper oder Essen, verändertes Essverhalten, deutliche Gewichtsveränderungen sowie ein geringes Selbstwertgefühl. Die Fachleute betonten die Bedeutung frühzeitiger Wahrnehmung und sensibler Ansprache, um betroffene junge Menschen rechtzeitig unterstützen zu können.

Info: Für Fragen steht das Sachgebiet Gesundheitsförderung und Suchtprävention des Gesundheitsamtes Nürnberger Land zur Verfügung. Telefonisch unter der 09123/950 6555 sowie per E-Mail an [email protected].

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