Spezielle Entwässerung

Das neue Baugebiet in Burgthann ist erschlossen

Das Baugebiet ist vorbereitet, nun können die Häuser am Mühlbach entstehen. | Foto: Gemeinde Burgthann2022/07/a476268319i0008_max1024x-1.jpeg

BURGTHANN – Das Baugebiet Am Mühlbach ist erschlossen. Besonders stolz ist man in Burgthann auf den Umgang mit Regenwasser, das in einen Straßenentwässerungskanal fließt.

2018 wurde die alte Fensterfabrik abgerissen, 2021 beauftragte der Gemeinderat die Erschließung des Areals, nun sind die Arbeiten abgeschlossen. Bürgermeister Heinz Meyer bedankte sich bei einem Ortstermin bei den den beteiligten Firmen für die fristgerechte Fertigstellung. Meyer hob vor allem die Vorbildwirkung der Baugebietserschließung im Umgang mit Regenwasser hervor.

Hierzu erläuterte Horst Wagner, Geschäftsleiter des Kanalisationszweckverbands, dass das Gebiet im modifizierten Trennsystem entwässert werde. Anfallendes Niederschlagswasser wird dabei innerhalb von Straßenflächen über einen Straßenentwässerungskanal der Gemeinde Burgthann gedrosselt in den Mühlbach geleitet. Niederschlagswasser aus Privatflächen ist gemäß Bebauungsplan dezentral auf den jeweiligen Grundstücksflächen zu versickern. Hierzu wurden über 50 Sickeranlagen in jedem Baugrundstück verbaut. So könne anfallendes Niederschlagswasser am Ort des Entstehens wieder dem natürlichen Kreislauf zugeführt werden.

Verdunsten statt ableiten

Darüber hinaus wurde im Bebauungsplan festgesetzt, dass Flachdächer mit einer extensiven Dachbegrünung ausgeführt werden sollen. Hierdurch werde die natürliche Verdunstung gefördert. Der jahrelang gängigen Praxis des schnellen Ableitens von Regenwasser stellt man im Baugebiet Mühlbachgrund bewusst eingesetzte Verdunstungseffekte und nachhaltige Versickerungsanlagen gegenüber – eine Reaktion auf sich ändernde klimatische Verhältnisse.

Das Baugebiet hat Platz für 52 Wohneinheiten, die mittels Pelletanlage mit Wärme versorgt werden. Mit den Bauarbeiten an den Häusern kann nun begonnen werden.

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