Auch der Geldautomat ist weg

Raiffeisenbank in Vorra: Ende einer 140-jährigen Ära

Bereits seit 10. Dezember ist die Raiffeisenbank-Geschäftsstelle in Vorra geschlossen. | Foto: Fuchs2021/12/RaiffeisenbankVorraFuchs.jpeg

VORRA – Die Raiffeisenbank-Geschäftsstelle in Vorra hat zum 10. Dezember ihre Türen für immer geschlossen, auch der SB-Bereich ist eingestellt.

Einer der Hauptgründe dafür sei die wachsenden Mobilität vieler Kunden und die zunehmende Verlagerung der Geldgeschäfte in den Online-Bereich. Dieser Schritt sei zwar bedauerlich, so Bürgermeister Volker Herzog in einem Schreiben an das RB-Vorstandsmitglied Swen Heckel, aber leider eine nicht aufhaltbare Entwicklung.

Anerkannt werde von ihm und dem gesamten Gemeinderat, dass noch immer ein ausreichend dichtes Geschäftsstellennetz in der Fläche den Kunden bereitgestellt werde. Mit ehemals vor Ort beschäftigten und bekannten Mitarbeitern sei im Laufe vieler Jahre ein freundschaftliches und vertrauliches Verhältnis entstanden.

Suche nach einer Alternative

Grundleistungen wie ein Geldautomat und Kontoauszugsdrucker, sollten vor Ort bleiben, denn trotz gestiegener Mobilität gebe es gerade im ländlichen Raum eine nicht geringe Zahl von Bürgern, die nicht regelmäßig zu den nächstgelegenen RB-Geschäftsstellen nach Hohenstadt oder Velden kämen.

Der Bürgermeisters schlägt deshalb vor zu prüfen, ob der im Erdgeschoss des Rathauses vorhandene SB-Bereich der Sparkasse gemeinsam genutzt werden könne. Mit der Bitte, diesen Vorschlag sowohl in technischer als auch wirtschaftlicher Hinsicht zu prüfen, wandte sich der Rathauschef auch schriftlich an ein Vorstandsmitglied der Sparkasse Nürnberg.

Mit den letzten Tagen der Raiffeisenbank-Geschäftsstelle Vorra ging eine fast 140-jährige Ära zu Ende, die mit der Gründung des Vorraer „Darlehnskassenvereins“ zum 5. Dezember 1882 begann. Das heutige Gebäude in der Hauptstraße 33, damals noch ein Flachbau, bezog die Bank am 1. Januar 1969.

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