Vogelzählung

Die Kohlmeise ist der Spitzenreiter

Die Kohlmeise ist diemeist gezählte Vogelart im Landkreis. | Foto: F. Derer2020/02/8438-Kohlmeise-Frank-Derer-LBV-Bildarc.jpg

NÜRNBERGER LAND – Schlappe 1717 Kohlmeisen haben die fleißigen Vogelzähler im Rahmen der „Stunde der Wintervögel“ des Landesbund für Vogelschutz (LBV) im Nürnberger Land gezählt – damit ist die Kohlmeise die meist gezählte Vogelart im Landkreis, noch vor Haussperling (Spatz), Blaumeise, Feldsperling und Amsel.

Bei der bayernweiten Auszählung ist der Haussperling Spitzenreiter, gefolgt von Kohlmeise, Feldsperling, Blaumeise und Amsel. Dass der Spatz nach regionalem Fehlen in den vergangenen Jahren heuer wieder mit an der Spitze ist, liegt unter anderem an den vergangenen trockenen Sommern, erklärt Sonja Dölfel, Pressereferentin des LBV: „Dem Spatz geht es in Bayern aktuell relativ gut, er konnte somit wohl hohe Bruterfolge erzielen. Die Amsel hingegen mag es feuchter, sie muss ja die Regenwürmer aus dem Boden picken und erholt sich nur langsam von den vergangenen Extremsommern.“

Deutschlandweit seien weniger Vögel in den Gärten zu zählen, je milder die Winter seien, denn sie fänden in der freien Natur genügend Futter. Mancher Zugvogel hat sich in diesem Jahr für „Urlaub daheim“ entschieden: Das liege zwar am milden Wetter, könne aber nicht automatisch mit der Klimaerwärmung in Verbindung gebracht werden, weil die Zahlen im Jahresvergleich relativ gleich geblieben seien, so Dölfel. Auch eine Prognose der langfristigen Entwicklung sei aufgrund der ständigen Schwankungen schwer zu formulieren.

Die aktuellen Ergebnistabellen gibt’s unter www.stunde-der-wintervoegel.de.

N-Land Hersbrucker Zeitung
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