Krippenweg lockt Besucher aus Nah und Fern

Der Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins Neunkirchen, Franz Semlinger (3. v. l. ) begrüßt die Besucher in der Sonderausstellung des Krippenweges. Foto: Brinek2011/11/34149_krippenwegneunkeroeffsembesucher_New_1322417466.jpg

NEUNKIRCHEN — Es lohnt sich jedes Jahr aufs Neue, den Krippenweg in Neunkirchen zu besuchen. In diesem Jahr sind unter den mehr als 50 Krippen wieder 27 neue Ausstellungsstücke zu sehen. Weitere Neuerungen, die die Besucher bei der offiziellen Eröffnung erwarteten, waren die stimmungsvolle Beleuchtung, eine übersichtlichere Beschilderung, das übergroße Relief am Ortseingang (Maria und Josef auf dem Weg nach Bethlehem) sowie die mit über 60 Fichten geschmückten Krippenplätze.

Der Krippenweg, der bereits zum 15. Mal stattfindet, ist inzwischen zu einem Aushängeschild für die Gemeinde geworden. Dies wurde schon beim Eröffnungsgottesdienst in der katholischen Pfarrkirche „Mariä Himmelfahrt“ mit Pfarrer Jürgen Dellermann deutlich. Der Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins, Franz Semlinger, begrüßte die Besucher und freute sich darüber, dass Neunkirchen durch seinen Krippenweg weit über den Landkreis hinaus bekannt ist. Belegen lässt sich dies auch anhand der Zahlen. Pro Saison kommen rund 6 000 Besucher, darunter auch etliche Bus-Touristen von weither.

In ihren Grußworten freuten sich Landrat Armin Kroder und Neunkirchens erster Bürgermeister Kurt Sägmüller über das große Engagement der Bürger beim Aufbau ihres Krippenweges. Über 1200 freiwillige Arbeitsstunden waren nötig und so mancher Bürger opferte sogar seinen Urlaub für die gute Sache. Um einen Teil der Kosten abzufangen, fanden sich neben Landkreis und Gemeinde auch zahlreiche großzügige Sponsoren.

Beim Rundgang konnten die Teilnehmer einen ersten Eindruck vom neuen Krippenweg gewinnen. Ein Geheimtipp sind die Krippen im Schulhaus. Hierfür haben die Grundschüler in mühevoller Arbeit viele Figuren in unterschiedlichen Techniken hergestellt.Um die Ecke beeindruckt eine riesige Landschaftskrippe mit neuen Figuren und einer imposanten Gestaltung. Ein Stück weiter trifft man auf eine exotische Krippe aus Peru.

Höhepunkt ist wieder die Sonderausstellung in der Magdalenenkapelle, wo diesmal Siegfried und Matthias Prüll aus Burglengenfeld wahre Krippenschätze aus der Oberpfalz zeigen.

Das Motto des Krippenwegs: „Es ist die Wirklichkeit, die die Welt verändert“, lädt an jeder Krippe zum Nachdenken und Verweilen ein. Die Erbauer wünschen sich, dass ihre Krippen nicht nur mit den Augen, sondern auch mit dem Herzen gesehen werden.

Der Krippenweg kann bis 8. Januar täglich bis 21 Uhr besucht werden. An Sonn- und Feiertagen finden um 15 Uhr Führungen ab der Ortsmitte statt. (Zusatzführungen können über die Gemeinde vereinbart werden.) Dort und an der Schule gibt es Glühwein und einen Imbissstand. Die Ausstellung in der Magdalenenkapelle ist bis Weihnachten an jedem Samstag und Sonntag und ab Weihnachten täglich von 13 bis 17 Uhr geöffnet.

N-Land Hans Brinek
Hans Brinek