Vermeintliche Gefahr durch Inhaltsstoffe

Laufer Arzt korrigiert Falschbehauptung über Impfung

PD Dr. Dane Wildner und Dr. Christian Schmidt haben die Fragen der Leser zur Corona-Pandemie beantwortet. Beide arbeiten am Laufer Krankenhaus. | Foto: Kirchmayer2021/11/Wildner-und-Schmidt-Arzte-Fragen-an-Laufer-Krankenhaus-scaled.jpg

Um Bestandteile der Corona-Impfung und die Versorgung der Patienten im Laufer Krankenhaus geht es bei den letzten beiden Fragen unserer Leser an die Ärzte PD Dr. Dane Wildner und Dr. Christian Schmidt. Mit dem fünften Teil endet die von der Pegnitz-Zeitung initiierte Frage-und-Antwort-Serie.

Ist Ethylenoxid als der Hauptbestandteil von Polyethylenglykol, einem der Inhaltsstoffe der verabreichten Impfungen, immer noch als hochgiftig, erbgutschädigend, fruchtschädigend und krebserregend zu bewerten? Und wie bewerten Sie die intramuskuläre Verabreichung von Kaliumchlorid als weiteren Bestandteil in mehreren (derzeitig drei empfohlenen) Dosen für Impfpatienten?


Dr. Christian Schmidt: Leider sind Sie da einer der zahlreichen Falschbehauptungen aufgesessen, die im Internet und in den sozialen Medien kursieren. Tatsächlich enthält der Impfstoff – wie unzählige andere Medikamente auch – Polyethylenglykol. Darin ist Ethylenoxid nicht als Einzelstoff enthalten, sondern nur daraus entstandenes Oxyethyl als Glied einer langen Kette. Bei der Produktion entsteht eine völlig andere Substanz, die nicht giftig ist. Als Teil des Polyethylenglykols kann dieses Oxyethyl nicht länger wie Ethylenoxid an bestimmte andere lebensnotwendige Substanzen im Körper binden. Das aber wäre das Gefährliche. Neben Kaliumchlorid sind noch andere Salze für die Stabilisierung des Impfstoffs enthalten. Kalium ist ein wichtiges Salz für den menschlichen Körper und in der verabreichten Form und Menge völlig unproblematisch.


In Bayern werden Hospitalisierte mit unbekanntem Impfstatus zu den Ungeimpften gezählt. Wie hoch ist die Quote in Lauf, da diese laut RKI-Bericht den größten Teil einnehmen? Wie ist der massive Anstieg von neurologischen und kardiovaskulären Erkrankungen seit Beginn der Impfung, speziell mit Aufhebung der Alterspriorisierung, zu erklären und welchen Einfluss haben diese auf die Kapazitäten des Krankenhauses?


PD Dr. Dane Wildner: Für die medizinische Behandlung an sich spielt der Impfstatus eine untergeordnete Rolle, alle Patienten werden bei Aufnahme mit PCR getestet. Die Versorgung der Patienten orientiert sich an den Krankheitssymptomen, vorliegenden medizinischen Befunden und den Vorerkrankungen. Erste Auswertungen der Häufigkeit von Notfällen während der Pandemie zeigen klar einen deutlichen Rückgang der behandelten Fälle für Schlaganfall und Herzinfarkt. Während die Zahl an Herzinfarkten wieder ein erwartetes Niveau erreicht hat, wird weiterhin von einer niedrigeren Rate an behandelten Schlaganfällen berichtet. Ein Zusammenhang mit der Einführung der Corona-Impfung ist nicht zu verzeichnen.


Anmerkung der Redaktion: Fragen und Antworten rund um die Corona-Schutzimpfung gibt es auch auf der Website des Robert-Koch-Instituts unter www.rki.de/SharedDocs/FAQ/COVID-Impfen/gesamt.html – dort finden sich jeweils aktuelle Informationen. Auch beim Paul-Ehrlich-Institut, das für die Sicherheit der Impfstoffe zuständig ist, gibt es viel Lektüre, unter anderem zum Zulassungsverfahren und zur Chargenprüfung: www.pei.de.

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