Symposium in Nürnberg und Lauf zu 700 Jahr Karl IV

Politik und Geschichte

Ina Schönwald, Leiterin des Laufer Stadtarchivs. | Foto: PZ-Archiv2016/06/ina-Schonwald-2011.jpg

LAUF — Zum 700. Geburtstag Kaiser Karl IV. findet ab Freitag, 17. Juni, unter dem Titel „Politik.Macht.Kultur“ ein internationales Geschichtssymposium in Nürnberg statt. Renommierte Forscher nehmen im Fabersaal der Nürnberger Akademie die Herrschaftszeit des Regenten und ihre Auswirkung auf die Region in den Blick. Zum Abschluss der von den Stadtarchiven Nürnberg und Lauf gemeinsam organisierten Veranstaltung steht am Sonntag das Laufer Wenzelschloss im Zentrum. Die Leiterin des Laufer Stadtarchivs Ina Schönwald erklärt, was die Zuhörer erwartet.

PZ: Frau Schönwald, worum geht es bei dem Symposium?

Schönwald: Das Ziel ist, erstmals Zusammenhänge in einem Forum zu präsentieren. Der Fall des eisernen Vorhangs ist zwar schon einige Jahre her, doch erst in den letzten Jahren ist eine grenzübergreifende Forschung entstanden, die sich ganzheitlich der Bedeutung der Zeit Karl IV. und seiner Nachfolger für Franken und Tschechien widmet. Das hat einerseits eine politische Dimension. Die wird die Auftaktveranstaltung mit Fürst von Schwarzenberg in Nürnberg beleuchten. Es hat aber vor allem eine kunsthistorische Dimension, insbesondere mit Blick auf die städtebaulichen Auswirkungen. Die haben die Vorträge der Forscher zum Thema.

Wichtiges Wenzelschloss

Welche Rolle spielt dabei das Laufer Wenzelschloss?

Schönwald: Eine durchaus gewichtige. Die Abschlussveranstaltung des Symposiums ist in Lauf, nachdem die Teilnehmer zuvor Sulzbach, das ja die Hauptstadt Neuböhmens war, besichtigt haben. Am Sonntagabend wird Dr. Richard Nemec, er ist Dozent an der Universität in Bern und ein wirklich profunder Kenner der Residenzen Karl IV., im Kaisersaal in einem Vortrag die Stellung der Laufer Burg in der Architekturlandschaft der Länder der böhmischen Krone herausarbeiten. Nemec forscht seit vielen Jahren zu diesem Thema, insofern wird das sicher spannend.

Sie moderieren die Podiumsdiskussion am Samstag in Nürnberg. Was erwarten Sie sich als Archivarin von dem Symposium?

Schönwald: Ich bin ja Kunsthistorikerin, insofern interessieren mich natürlich vor allem diese Aspekte. Ich hoffe, dass die Diskussion lebhaft wird und die Thesen, die die Forscher aufstellen, bei der Diskussion auf gut formulierte Antithesen stoßen. Ansonsten bin ich gespannt auf den Vortrag von Fürst von Schwarzenberg zu Europa zum Auftakt am Freitag. Er ist ja durchaus eine Persönlichkeit, die Themen gut zuspitzen kann und gerne pointiert formuliert.

Kein Platz mehr frei

Der Abend in der Laufer Burg beginnt mit einem Empfang, danach ist der Vortrag von Dr. Nemec zu hören. Die Veranstaltung ist öffentlich. Gibt es noch Karten?

Schönwald: Leider nein, wir sind von den Anfragen schier überwältigt worden. Wir hätten den Kaisersaal dreimal belegen können. Da er nur für eine bestimmte Anzahl von Menschen zugelassen ist, mussten wir leider schon Interessenten absagen.

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