Altstadtfreunde bitten um Spenden

Das Wasserrad der „Schleif“ braucht eine Reparatur

Die Reichelsche Schleifmühle ist ein Kulturdenkmal. Ihr Wasserrad allerdings ist in keinem guten Zustand mehr. Die Altstadtfreunde wollen es jetzt austauschen, doch das kostet richtig viel Geld.  Foto: Privat2014/02/spendenaufruf_wasserrad_schleif_defekt.jpg

LAUF — Seit Jahren betreuen die Altstadtfreunde ein Stück Laufer Geschichte: die Reichelsche Schleifmühle an der Pegnitz, das wohl meistfotografierte Denkmal in der Altstadt. Jetzt muss das Wasserrad erneuert werden. Kosten: mindestens 20 000 Euro. Zu viel für den Verein.

Erste Spender hätten sich bereits gefunden, teilen die Altstadtfreunde mit, aber nötig sei noch viel mehr Geld: „Es fehlen rund 15 000 Euro.“ Darum startet der Verein nun einen Spendenaufruf, „jeder Euro trägt zum Erhalt bei“. Aufschieben lasse sich die Reparatur laut Experten nicht, man wolle das Denkmal aber auch nicht aus finanziellen Gründen aufgeben. Schirmherr für die Aktion ist Georg Schweikert, der Laufer Kulturbürgermeister.

Bereits 2004 haben die Altstadtfreunde das Gebäude an der Pegnitz saniert. Die „Schleif“, wie die Laufer sagen, war bis 1988 in Betrieb. Sie war damals Bayerns letzte Metallschleiferei. Scheren, Messer, Äxte oder Sensen bekamen dort neuen Schliff. Der Verein führt diese Tradition fort – mit Vorführungen, bei denen man die gesamte Anlagentechnik erleben kann (die Pegnitz-Zeitung berichtet regelmäßig). Erstmals erwähnt wurde die „Schleif“ übrigens 1380 in der Laufer Stadtchronik.
Spendenkonto 240 114 009 bei der Sparkasse Nürnberg (Bankleitzahl 760 501 01), Stichwort: Wasserrad.

N-Land Clemens Fischer
Clemens Fischer