Krankenhaus Hersbruck

Klinikum will Ärztehaus

Das Nürnberger Klinikum will nun selbst aus dem Hersbrucker Krankenhaus ein modernes Ärztehaus machen. | Foto: frankenluftbild.de2018/04/luftbild-kh-frankenluftbild-1.jpg

HERSBRUCK/NÜRNBERG – Am Krankenhausstandort Hersbruck soll es auch nach einer Schließung des stationären Angebots in vier bis fünf Jahren ein von niedergelassenen Ärzten vorgehaltenes, attraktives medizinisches Angebot geben. Das Klinikum beabsichtigt, dort ein ambulantes Gesundheitszentrum mit den bisher dort angesiedelten Ärzten zu realisieren.

Das ist das Ergebnis des Gesprächs vom Freitag zwischen Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml, dem Landtagsabgeordneten Norbert Dünkel, Landrat Armin Kroder sowie Bürgermeister Robert Ilg mit Vertretern des Krankenhausträgers.

Laut einer Pressemitteilung des Ministeriums unterstrich Huml am Freitagabend nach dem Treffen im Nürnberger Dienstsitz des Gesundheitsministeriums: „Alle Beteiligten waren sich auch einig, dass der Erhalt der Bereitschaftspraxis ebenfalls anzustreben ist.“ Dies setze die Bereitschaft der niedergelassenen Ärzte sowie der Kassenärztlichen Vereinigung voraus.

Die Ministerin spricht von „einem großen Schritt“, durch den der Träger gemeinsam mit den politisch Verantwortlichen vor Ort „eine sinnvolle Weiterentwicklung des Gesundheitsstandorts auf den Weg bringen kann“. Das Ministerium sei bereit, sich finanziell zu beteiligen.

Zuletzt war bekannt geworden, dass die Firma Casamed aus Lauf das Krankenhaus kaufen und als Investor darin ein Ärztehaus mit OP verwirklichen will. Bürgermeister Ilg nannte die Klinikumspläne gegenüber der HZ „eine gute Botschaft“. Wenn das Klinikum schon das stationäre Angebot streichen will, dann sei es positiv, dass es wenigstens die private chirurgische Praxis und auch den ärztlichen Bereitschaftsdienst über 2021 hinaus sichern wolle. Über Details ist noch zu sprechen.

N-Land Michael Scholz
Michael Scholz