Kreisgrüne votieren für Lauferin

Hufmann-Bisping will in den Bundestag

Lydia Hufmann-Bisping | Foto: PZ-Archiv2020/09/b90.jpg

NÜRNBERGER LAND — Die Lauferin Lydia Hufmann-Bisping will bei der Bundestagswahl im Oktober nächsten Jahres für Bündnis 90/Die Grünen als Direktkandidatin antreten. Die Unterstützung ihres Kreisverbands hat sie, bei einer Mitgliederversammlung am Dienstagabend in der Röthenbacher Karl-Diehl-Halle erhielt sie eine große Mehrheit. Nach Hufmann-Bispings eigenen Angaben gab es nur zwei Gegenstimmen, Mitbewerber hatte die 49-Jährige nicht.

Damit ist die promovierte Geologin, die seit 2008 auch dem Kreistag angehört, aber noch nicht automatisch Bundestagskandidatin. Der Bundestagswahlkreis setzt sich seit 1976 aus den Landkreisen Nürnberger Land und Roth zusammen – und die Rother Grünen haben am selben Abend einen eigenen Bewerber nominiert: das Hilpoltsteiner Stadtratsmitglied Felix Erbe, 34 Jahre alt und Grundschullehrer.

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Anders als bei der CSU, wo es als ausgemachte Sache gilt, dass nach der Dehnbergerin Marlene Mortler nun mit Ralph Edelhäußer ein Rother an der Reihe ist, ist die Kandidatenfrage bei den Grünen offen. Entschieden wird sie bei einer Aufstellungsversammlung am Mittwoch, 21. Oktober, in Allersberg – in geheimer Wahl.

Familie stammt aus Abenberg

Hufmann-Bisping, deren Mann Benedikt Bisping im Frühjahr nicht erneut zum Laufer Bürgermeister gewählt wurde, sieht sich in einer guten Ausgangsposition. Sie fühlt sich mit beiden Landkreisen verbunden, ihre Familie stammt aus Abenberg nahe Roth.


Ihr inhaltlicher Schwerpunkt ist die Gesundheitspolitik. Hier könne sie ihre über zehnjährige berufliche Erfahrung in der Medizin-Forschung einbringen, so Hufmann-Bisping. Wohnortnahe Krankenhäuser wie jenes in Hersbruck dürften nicht geschlossen werden, in ländlichen Regionen müsse der Strukturwandel besser gesteuert werden. Die Weichen in der Gesundheitspolitik würden in Berlin gestellt, deshalb sei sie dort an der richtigen Stelle. „Wenn ich mir keine Chancen ausrechnen würde, würde ich es nicht machen“, sagt sie im Gespräch mit der PZ.

2017 bewarb sich die Schwarzenbruckerin Gabriele Drechsler für die Grünen um das Direktmandat.

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