Im Scheckkartenformat

Hersbrucker Polizisten mit neuem Dienstausweis

So sieht er aus, der neue Dienstausweis der Hersbrucker Polizei, den nun auch Bernhard Distler und Theresa Munz bei sich tragen. | Foto: A. Pitsch2021/06/IMG-8540.jpg

HERSBRUCK – „Vor allem Ältere sind gutgläubig, denen kann man alles vorhalten“, weiß Bernhard Distler. Aus diesem Grund ist es dem Chef der Hersbrucker Polizeiinspektion sehr wichtig, den neuen Dienstausweis der Beamten bekannt zu machen.

35 Jahre lang hatten die Polizisten immer ihren grünen Dienstausweis dabei. „Der hatte für den Geldbeutel schon ein unpassendes Format“, findet Birgit Götz, Distlers Stellvertreterin. Jetzt passt die neue Legitimation in Scheckkartengröße dagegen ganz leicht ins Portemonnaie.

Sicher unterwegs

Das war aber nicht der einzige Grund, den grünen Vorgänger durch den blauen Neuling zu ersetzen. „Der alte Ausweis war einfach nicht mehr zeitgemäß“, sagt Distler. Der Nachfolger sei nun durch integrierte Hologramme, einen speziellen Sicherheitsdruck sowie Anti-Scan-Muster fälschungssicher. Mit diesen Merkmalen sowie Kippbild, UV-Echtfarbendruck und spürbaren Erhebungen auf der Karte lasse sich zudem die Echtheit leicht erkennen, so Distler.

Eine Besonderheit sei auch die sogenannte Barrierefreiheit der neuen Legitimation: Das Wort „Polizei“ steht in Blindenschrift – der sogenannten Braille – auf der Rückseite.

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Mit dem neuen Dienstausweis schlage man außerdem den Weg Richtung Digitalisierung ein. Das liegt an den RFID-Chips zur automatischen und berührungslosen Identifizierung der Polizisten. So könne man perspektivisch noch einfacher auf IT-Anwendungen zugreifen.

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Ein Recht darauf

Doch wollen die Bürger den Dienstausweis eigentlich sehen? „Viele fragen nach der Dienstnummer“, erzählt Distler, „ich weiß gar nicht, woher das kommt“. Die Polizeibeamten nennen den Bürgern gerne ihren Namen und zeigen auf Verlangen auch ihren Ausweis vor. „Die Leute haben ein Recht darauf.“ Aber nur, ergänzt Götz, wenn der Bürger von der Polizei-Maßnahme auch betroffen ist.

Für Beamte in Zivil sei es selbstverständlich, sich auszuweisen. Wer da den grünen Lappen gewohnt ist, muss sich nun auf die blaue Karte umstellen. Um hier den immer wieder vorkommenden falschen Polizisten keine Chance zu geben, ist es Götz wichtig, dass die Bürger den neuen Dienstausweis kennen.

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