Gemeinderat beschließt Änderungen bei der Friedhofsgebührensatzung

Konzept für Bürgerhaus in Happurg

Der Kunststofflagerung am Happurger Ortseingang hat sich nun das Landratsamt angenommen, nachdem alle klärenden Gespräche gescheitert waren. Foto: M. Münster2016/03/7040521.jpg

HAPPURG – Nach eingehender Beratung beschloss der Gemeinderat Happurg einstimmig den Erlass der neuen Friedhofsgebührensatzung. Bürgermeister Bernd Bogner sprach von einer moderaten Erhöhung nach vierzehn Jahren mit gleichbleibenden Gebühren. Auch über den Erlass einer geänderten Friedhofs- und Bestattungssatzung wurde abgestimmt. Dieses Thema wurde bereits in etlichen Sitzungen erörtert.

Dass das Thema „Wasser“ noch immer nicht unumstritten ist, bewies der nächste Tagungspunkt. Die Vereinbarung zwischen den Gemeinden Alfeld und Happurg sowie dem Zweckverband zur Wasserversorgung der Pettenhofener Gruppe sollte beraten und beschlossen werden. Es geht hier um den Bau und die Finanzierung einer Verbundleitung zur Trinkwasserlieferung.

Die Gemeinde Alfeld ist Bauherrin und zukünftige Betreiberin und somit auch für den Unterhalt zuständig. Die Gesamtkosten der Baumaßnahmen inklusive Material-, Maschinen- und Personalaufwand werden auf 110 000 Euro netto geschätzt. Die drei Versorger werden je ein Drittel der tatsächlichen Kosten tragen. Alfeld wird die Angebotseinholung und Auftragsvergabe gegen Aufwandsentschädigung übernehmen. Der Bürgermeister gab noch zur Kenntnis, dass Pettenhofen und die Gemeinde Alfeld bereits zugestimmt haben.

Auch beschäftigte sich der Gemeinderat wieder einmal mit der Städtebauförderung. Bürgermeister Bernd Bogner stellte ein von einem Büro für Städtebau und Bauleitplanung erarbeitetes Nutzungskonzept für ein Bürgerhaus in Happurg vor.
Möglicher Standort ist gegenüber dem Rathaus. Dort gibt es alte Bausubstanz, die nun sukzessive umgebaut beziehungsweise abgerissen werden soll. Inzwischen sind die Kaufverträge unterzeichnet, der Abriss des maroden Wohnhauses soll schnellstmöglich beantragt und ausgeführt werden. Die vorhandene Scheune wird saniert und umgebaut sowie um einen Anbau erweitert. Etliche Vereine signalisierten Interesse an der Nutzung.

Das vorläufige Nutzungskonzept sieht im Erdgeschoss eine Dorfwirtschaft (Gaststube, Ausschank, Küche, Kühlraum), einen bewirteten Außenbereich, Foyer, Vereinsräume (für zirka 40 Personen) sowie Toiletten, eine neue Treppe und einen Aufzug vor. Im Obergeschoss soll ein Veranstaltungsraum für zirka 80 Personen geschaffen werden. Die mobile Bühne, Stuhllager, Garderobe, kleiner Ausschank, Treppe neu und alt – als 1. und 2. Fluchtweg – sowie der Aufzug sind ebenfalls in Planung. Im Dachgeschoss sollen dann noch Lagerräume und Abstellräume entstehen. Die Barrierefreiheit der öffentlichen Räume war zudem ein wichtiges Kriterium bei der Planung.

Eine sinnvolle Sanierung des Happurger Feuerwehrgerätehauses ist anscheinend nicht möglich. Daher werden eventuell nur kleinste Sanierungsmaßnahmen durchgeführt. Über eine größere Lösung muss nachgedacht und beraten werden. Die Kunststofflagerung im großen Stil am Firmengelände des Ortseingangs von Happurg war auch noch Thema. Alle Gespräche haben bislang nicht gefruchtet, nun kümmert sich das Landratsamt um diese Sache.

Gemeinderat Kurt Schwemmer sprach noch an, was vielen Gemeinderäten und auch Bürgern nicht gefällt. Das ehemalige Gasthaus am Happurger Marktplatz wird zur Unterkunft für zirka 40 Asylbewerber genutzt. Zu Anfang wirkte das Haus noch recht ordentlich und gepflegt. In letzter Zeit gebe es aber ein ziemlich unschönes Bild ab.

Die bislang vorhandenen Vorhänge an den Fenstern wurden nun durch Plastikplanen, Betttücher und -bezüge, oder Stoffstücke ersetzt. Vor den Fenstern haben sich die Bewohner ihre „privaten Kühlschränke“ eingerichtet. Auf vielen Fensterbänken stehen bunte Kunststoffboxen, weithin sichtbar. Das sei mitten auf dem Marktplatz eines Ortes kein „Vorzeigeobjekt“. Der Bürgermeister sicherte zu, das Gespräch mit den entsprechenden Stellen zu suchen.

N-Land Marita Münster
Marita Münster