Gemeinderat

Happurg beschäftigt sich mit Entwässerung

Ulrich Fitzthum, Leiter Wasserwirtschaftsamt Nürnberg, Bürgermeister Bernd Bogner und Simon Preis, Referent des Wasserwirtschaftsamtes, bei der Gemeinderatssitzung. | Foto: M. Münster2020/02/IMG-20200219-193856-004-1.jpg

HAPPURG – Seit längerer Zeit muss sich die Gemeinde Happurg mit den Themen Auflassung der Kläranlage Thalheim und Mischwasserbehandlung in der Kläranlage Schupf beschäftigen. Daher kamen zu einem informativen Vortrag Ulrich Fitzthum und Simon Preiß vom Wasserwirtschaftsamt Nürnberg zur Happurger Gemeinderatsitzung.

Immens steigende Kostenfaktoren stehen seit einiger Zeit im Raum und sollten im Haushalt berücksichtigt werden. Ursprünglich wurde von der Behörde die sehr kostspielige und aufwendige Errichtung eines Retentionsbodenfilters vorgeschrieben. Diese Vorschrift basierte auf den Vorgaben und Regelwerken, die auch das Wasserwirtschaftsamt einzuhalten hat.

In Schupf gab es vor dem Umbau kein aufnehmendes Gewässer, es existierte nur der Trockengraben zum Molsbach. Da das Ganze im Karstgebiet liegt, ist die Mischwasserentlastung ein echtes Problem. Viele Gespräche und Beratungen gingen bereits diesem Vortrag in der Gemeinderatsitzung voraus. Letztendlich kam das Wasserwirtschaftsamt zu der Erkenntnis, dass für Schupf der Retentionsbodenfilter nicht empfehlenswert und auch nicht nachhaltig wäre.

Eine Alternative wäre es, den Trockengraben abzudichten, um ausreichende Vorflutverhältnisse zu schaffen. Doch diese Lösung bedarf der engen Abstimmung mit der Naturschutzbehörde. Zunächst sollen Messungen und hydrologische Untersuchungen im Rahmen einer Studienarbeit der TH Nürnberg erfolgen.

Lange Forschungen

Zum Thema Wasserrecht gab es ebenfalls Informationen. Der Sanierungsbescheid würde eigentlich zum 30. Juni auslaufen. Da nun allerdings ein Forschungsfall eingetreten ist, wird er um etliche Jahre verlängert werden. Auf Fragen aus dem Gremium hieß es: „Natürlich wird dieser Zeitraum intensiv zu weiteren Forschungsarbeiten genutzt. Es wird nach Alternativ-Lösungen gesucht.“

In den vergangenen Jahren wurden vielfach Retentionsfilter mit sehr hohen Kosten und nicht immer der gewünschten Effektivität in den Gemeinden gebaut, wussten die Fachleute zu berichten. Das Problem gibt es wohl hauptsächlich beim Umbau von bestehenden Anlagen, bei Neubauten würden schon andere Lösungen präferiert. Die Fachleute haben es sich zur Aufgabe gemacht, für Schupf eine kostengünstigere und effektivere Lösung zu finden. Über diese Aussage freute sich Bürgermeister Bogner sichtlich.

Auch für die Kläranlagen-Auflassung in Thalheim gab es gute Neuigkeiten. Die Bezuschussung kann offensichtlich noch höher sein, als bisher bekannt war. Bis maximal 90 Prozent kann bezuschusst werden. Der Antrag der Gemeinde liegt aktuell beim Wasserwirtschaftsamt zur Prüfung, der Generalentwässerungsplan wurde beim Landratsamt eingereicht. Die Förderung fließt allerdings nur, wenn die Baumaßnahme bis Ende 2021 abgeschlossen ist.

Mobil für zwei Jahre

Geduldig stellten sich die Fachleute vom Wasserwirtschaftsamt den vielen Fragen aus dem Gremium. Sie gaben umfassende Auskünfte. Das Resümee aus dem gesamten Gremium: „Die Entscheidung ist auf dem richtigen Weg.“

Vodafone will sich der mangelhaften Mobilfunkversorgung in Förrenbach annehmen. Dazu ist jedoch der Bau eines Mobilfunkmasten erforderlich. Die derzeitige Planung ist es, eine mobile Funkstation auf einem gemeindlichen Grundstück in der Gemarkung Förrenbach zu errichten. Dazu wäre keine Baugenehmigung erforderlich. Für die temporäre Lösung wurde ein Mietvertrag bei der Gemeinde angefragt.

Würde Vodafone eine Baugenehmigung für den normalen Funkmast auf dem gleichen Grundstück erhalten, hätte die temporäre Station ausgedient. Die mobile Lösung ist für zirka zwei Jahre angedacht. Der Standort wäre unterhalb des Festplatzes. Die Räte votierten einstimmig für diesen Standort und die Zurverfügungstellung des Grundstückes.

N-Land Marita Münster
Marita Münster