Tag der Regionen lockte Bürger aus dem Landkreis

Regionale Produkte und viele Informationen

Sich informieren, sich beraten lassen und kaufen konnten die Besucher verschiedenste regionale Produkte wie Aufstriche oder Salze an diesem Stand.2014/10/winkelhaidtagderregionen1_New_1413123901.jpg

WINKELHAID – Über 100 Aussteller präsentierten sich auf dem Tag der Regionen in Winkelhaid. Die Besucher konnten regionale Produkte kaufen und probieren sowie sich über verschiedenste Themen informieren.

Kurz vor der Eröffnung versieht Ursula Böhner ihre Krippen mit Preisschildern. Normalerweise verkauft sie ihre selbst gemachten Krippen auf Weihnachtsmärkten in Hamburg, Köln, Berlin, München und Nürnberg. Ihr Winkelhaider Stand ist direkt neben der N-Ergie-Bühne im Bauhof, wo einige Minuten später die Eröffnung stattfindet.

Pünktlich dazu zeigt sich dann auch die Sonne, der Chor der Grundschule Winkelhaid singt „Auf uns“ von Andreas Burani. Bürgermeister Michael Schmidt hält die Eröffnungsrede. „Wir haben mit der Ausrichtung des Tags der Regionen die richtige Entscheidung getroffen“, sagt er. Das Event ist die größte Einzelveranstaltung, die je in Winkelhaid stattgefunden hat. „Wir wollen die Vernetzung und den Austausch der Bürger fördern.“ Danach spricht Landrat Armin Kroder einige Worte. „Unterstützen Sie den Gedanken der regionalen Wirtschaftskreisläufe“, sagt er und wünscht den Besuchern viel Spaß.

Mehr Bilder gibt es hier in unserer Galerie.

Viele sind zum Tag der Regionen gekommen. Mit dabei sind Kurt Eckstein, Norbert Dünkel, Marlene Mortler und Bürgermeister der umliegenden Gemeinden. Und natürlich zahlreiche Bürger. „So viele Leute bei der Eröffnung habe ich noch nie gesehen“, sagt Peter Renner. Er ist für das Landrats-amt vor Ort, an dessen Stand können Kinder Ohrenhöhlerhotels basteln und sich über Nistmöglichkeiten für Vögel und Insekten informieren.

Besonders zahlreich sind die Stände von regionalen Biobauern. Dort können die Besucher Käse, Wurst, Äpfel, Eierlikör, Nudeln, Holzofenbrot, Aufstriche oder Joghurt kaufen. Der Obst- und Gartenbauverein Winkelhaid bietet selbst gepressten Apfelsaft an, gleich daneben hat der Verein für Gartenbau und Landschaftspflege Nürnberger Land seinen Stand. Dort gibt es selbstgemachte Kartoffelchips zum Probieren und eine Auswahl regionaler Kartoffelsorten zu bestaunen.

Gleich neben dem Weiher hat die Polizei ihren Stand. „Es ist eine schöne Gelegenheit, die Polizei zu präsentieren. Es ist ein Sehen und Gesehenwerden“, sagt Hauptkommissar Martin Kupka, Leiter der Polizeiinspektion Altdorf. Sein Kollege trägt die neue blaue Uniform. Nebenan demonstriert die FFW Winkelhaid, wie eine Fettbrandexplosion aussieht, ein paar Stände weiter kann man beim BRK die Herzdruckmassage üben und seinen Blutdruck messen lassen.

Die Lillinghofer Obstbauern nutzen den Tag der Regionen, um ihre Äpfel zu verkaufen. „Der Tag ist eine gute Möglichkeit, um sich und seine Produkte bekannt zu machen“, sagt Stefan Eckert aus Lillinghof. Doch nicht nur um den Weiher und im Bauhof ist einiges geboten. Der Adlerzug bringt die Besucher zur Schule, von dort können sie zum TSV-Gelände laufen. Hier hat der Bauernverband (BBV) seinen Stand. Auf einer Strohhüpfburg tollen die Kinder herum, am Stand können sich die Erwachsenen über Fleckvieh und andere landwirtschaftliche Themen informieren. Hier hält sich gerade auch Bundestagsabgeordnete Marlene Mortler auf. „Der Tag der Regionen ist einmalig, um die Produkte und die Menschen aus der Region kennenzulernen“, sagt sie. Einen kleinen Wermutstropfen gibt es jedoch: „Wir sind schon ein bisschen abgelegen“, meint Karlheinz Gottschalk vom BBV.

„Etwas abgelegen“

So sehen das auch die Einrichtungen und Vereine, die sich um die Schule präsentieren. „Der Zulauf könnte besser sein“, sagt Klaus Blendinger vom TSV Winkelhaid. „Wir haben das Gefühl, wir sind weit ab vom Schuss“, sagt Jutta Sappelt von der Krebs-Selbsthilfegruppe Winkelhaid. Genauso sieht das Hedwig Hacker von der Hilfe für Frauen in Not im Nürnberger Land. Und Andrea Janner von der Rummelsberger Diakonie fügt hinzu: „Es ist ein wenig schade, dass diejenigen, die das Gleiche anbieten, auf einem Haufen sind.“

Nichtsdestotrotz ist die Resonanz der Besucher positiv. „Es gibt so vielfältige Angebote und das Wetter passt auch“, sagt Irene Hauenstein aus Hersbruck. Zwischen Sportheim und Schule schlendern gerade Moni Müller und Elke Scharrer aus Gersdorf entlang. „Das Weiherumfeld ist toll gestaltet, der Shuttle-Service ist eine gute Idee“, sagt Müller. Besonders gut gefällt ihr auch das vielfältige Essens- und Probierangebot. Deshalb haben beide auch schon einiges eingekauft. Wein, Honig- und Holzprodukte sowie Prospekte sind in ihren Stoffbeuteln. Das ein oder andere Produkt kommt bestimmt noch dazu.

Unter www.n-land.de finden Sie auch eine Bildergalerie mit den schönsten Eindrücken vom Tag der Regionen.

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N-Land Luisa Degenhardt
Luisa Degenhardt