Mord im Horst

Familiendrama bei den Neuhauser Störchen: Nur ein Jungvogel überlebte

Vor seinem Tod machte der junge Storch noch ordentlich Flugübungen. | Foto: Döhring2022/07/a474331244i0002_max1024x.jpeg

NEUHAUS – Innerhalb von zehn Tagen sind Anfang Mai vier Küken bei den Neuhauser Störchen geschlüpft. Doch nun sind alle bis auf eines tot, denn bei den Adebars fand ein Familiendrama statt.

Von den anfänglich vier Küken des frisch zusammengekommenen und jungen Storchenpaares Gunda und Franz hat am Ende nur ein Jungstorch überlebt. Zuerst musste das Nesthäkchen dran glauben. Es konnte beobachtet werden, wie die größeren Geschwister auf dem etwas kleineren Küken herumhackten und es geradezu massakrierten. Am nächsten Tag war das Kleine nicht mehr zu sehen.

Weitere tote Storchenbabys

Nach einer weiteren Woche lag ein weiteres Küken bereits regungslos im Horst. Dann gaben die Eltern lediglich dem größeren Küken Futter. Warum, bleibt fraglich. Möglich ist, dass das erst drei Jahre alte Weibchen Gunda noch unerfahren in der Aufzucht ist. Ähnliches gilt für Franz.

Wo die toten Störche geblieben sind, weiß man nicht, aber bei Störchen ist Kannibalismus normal. Immerhin konnte sich ein Junges durchmogeln. Es macht bereits Flugübungen und wird in den nächsten Tagen flügge sein und die ersten Runden über Neuhaus drehen.

Text und Foto: Manfred Döhring

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