Feuchter Hexen übernehmen die Redaktion

Eins – zwei – drei – und Küsschen

Die Hexen Feuchts fahren Bürgermeister Konrad Rupprecht am Unsinnigen Donnerstag mit einer Rikscha durch Feucht. | Foto: Christian Geist2020/02/Feucht-Fasching-Hexen-Rupprecht-scaled.jpg

FEUCHT – Die Feuchter Hexen machen die Redaktion des Boten unsicher und drohen mit anspruchsvollen Initiationsriten im nächsten Jahr.

Sie kamen, wie erwartet, ganz ohne Mundschutz, denn angesichts der Grusel-Maskerade will ihnen ja ohnehin niemand zu nahe kommen. Ganz gelang das allerdings nicht, denn wie jedes Jahr zur Weiberfassnacht wurde geknutscht und geküsst, und da kamen ihnen auch nicht der Verleger, Druckereileiter und Redaktionsleiter aus: Hexen-Alarm am Unsinnigen Donnerstag. Obwohl die Herren der Schöpfung sich weitgehend ohne Krawatten gewandet hatten, wurden sie freundlich begrüßt und mit Lippenstift-Herzchen im Gesicht verziert.

Ein Herz auf die Wange von Verleger Ulrich Bollman. Foto: Alex Blinten2020/02/Feucht-Fasching1.jpg

Dreifach-Bussis für die Männer

Natürlich hatten die Horror-Ladies auch dieses Jahr wieder ein wohldurchdachtes Programm auf der Pfanne, bei dem es darum ging, Persönlichkeiten von Film, Funk und Fernsehen oder auch lokale Größen im Schnipselverfahren zu erkennen. Unter der Regie von Ex-Bote-Mitarbeiterin Hexe Anita wurde das herausfordernde Spiel durchgeführt, wer als erster die Mosaikteilchen von Bildern der gesuchten Person zusammensetzen und sie identifizieren konnte, musste einen Buzzer drücken und den Namen preisgeben. Als Sieger ging Redaktionschef Christian Geist hervor, zweifellos nur, weil er als größter Teilnehmer den besten Blick auf die Tafel hatte. Lohn waren Krone für den Sieger und Krönchen für die Zweitplatzierten, Verleger Ulrich Bollmann und Redakteurin Gisa Spandler, sowie die berühmt-beliebten Dreifach-Bussis der versammelten Weiberschar für die Männerwelt. Es ist übrigens ein Gerücht, dass die Küsserei nach dem Einzählen „eins – zwei – drei“ nur deshalb schon endet, weil die Xanthippen den Herren nicht zutrauen, weiter als bis drei zählen zu können.

Redaktionsleiter Christian Geist wurde interner Quiz-König. | Foto: Alex Blinten2020/02/Feucht-Fasching.jpg

Ein mehrfach donnerndes Hui-hui-hui leitete eine leicht promillige Getränkepause ein, bevor man die Sessionsorden verteilte und zur großen Schunkelrunde überleitete. Hier trennte sich dann endgültig die Spreu vom Weizen, als sich herausstellte, wer textsicher ist und wer nicht. Ein ganz schlechtes Bild gaben in dieser Beziehung die beiden Neulinge in der Redaktion, Sportredakteur Daniel Frasch und Leiter der Online-Redaktion Sven Trautwein, ab. Sie konnten sich nur vor dem gerechten Zorn der Hexen retten, indem sie sich redlich mühten, durch Leibesübungen (auf und nieder, links – rechts – vor – zurück) ihr eklatantes lyrisches Defizit wettzumachen.

Sattelfest beim Faschingsschlager

Ganz anders dagegen Redakteur Alex Blinten, der in seiner niederrheinischen Heimat die Texte der Karnevalsschlager bereits mit der Muttermilch eingesogen hatte und auch noch bei der dritten, vierten und fünften Strophe ohne sprachlichen Hänger glänzte. Ohne die professionelle Begleitung von der Akkordeonistin hätte allerdings auch das allein wenig Effekt gehabt.

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Da die Premiere der Neuen doch ein wenig enttäuschend ausfiel, wurden bereits gestern für das nächste Jahr ganz besondere Initiationsriten angekündigt. Ein Jahr Vorbereitungszeit sollte genügen, Daniel und Sven, seid guten Mutes.

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