So geht Weiberfasching 2021

Post aus der Hexenküche

Weiberfasching ohne die Feuchter Hexen? So ganz schafft das nicht mal das Coronavirus. | Foto: Magdalena Gray2021/02/Feucht-Hexen-Weiberfasching-2021-2-online-scaled.jpg

FEUCHT – In normalen Jahren überfallen die Hexen an Weiberfasching die Redaktion. In diesem Jahr ist das freilich anders. Aber ganz aus kommt man(n) den Hexen dennoch nicht.

Grau und schwer hängen die Wolken am Mittwochmorgen über dem Verlagsgebäude. Zahlreiche Mitarbeiter arbeiten im Homeoffice, nur ein einzelner Bildschirm flackert in der Redaktion. Ein Huschen vor dem Fenster. War da was? Kurz darauf klingelt das Telefon. Am anderen Ende ist Hexe Anita. „Schaut mal vor eure Tühür“, sagt sie verheißungsvoll. Dann ist sie wieder weg.

An der Hauswand lehnt ein Besen, geschmückt mit Gummibären und mit einer Karte, adressiert „an den Boten zur Übermittlung an alle Feuchter Freunde, Gönner und Genervte der Feuchter Hexen“. Au weia. Über wen das Hexengeschwader schon einmal hinweggezogen ist, der weiß, dass Widerspruch erstens zwecklos ist und zweites das Gegenteil von dem bewirkt, was man erreichen wollte. Und so ist es den Redaktionsmitgliedern Daniel Frasch, Alex Blinten und Christian Geist eine außerordentliche Ehre, das folgende Schreiben der Hexen zu präsentieren – unzensiert und nicht geschnitten:

„Ein Unsinniger Donnerstag ohne Hexen-Zauber in Feucht – unvorstellbar! Aber aufgrund der sattsam bekannten Umstände flogen wir in frischer Luft mit unseren Besen in Quarantäne auf den Blocksberg, um uns zu pflegen und unsere Kreativität nicht zu gefährden. Natürlich mit Einhaltung der gebotenen – leider auch für Hexen geltenden – Regeln.

Dort wollen wir also nicht nur weiter an unserem sprichwörtlich tollen Aussehen arbeiten, sondern auch Ideen für Auftritte mit Überraschungen weiterentwickeln, für die wir allerorts bekannt sind. Deshalb ist es nicht ausgeschlossen, dass wir uns in nicht allzu ferner Zukunft gestärkt und kreativ zurückmelden, um euch wieder heimzusuchen, Freude zu vermitteln und gemeinsam Spaß zu haben.


Um eure Entzugserscheinungen in Grenzen zu halten und damit ihr den Unsinnigen ohne uns überleben könnt, haben wir folgende Tipps für euch:

  • Krawatten bitte selbst abschneiden (eine Video-Anleitung gibt es HIER)
  • Krapfen stündlich selbst vertilgen, damit ihr auch wisst, woher unsere Problemzonen kommen: Sekt und Pflümli bitte nicht austrinken, weil wir beim Wiederkommen Nachholbedarf haben werden
  • Schunkeln und Singen weiter eifrig üben, damit ihr die Hexen-Basics nicht verlernt, die wir euch mit viel Zeit und Mühe antrainiert haben
  • solltet ihr um 12.30 Uhr am Kreisverkehr ohne Besen-Aufenthalt durchfahren können, dreht einfach ein paar Gedächtnisrunden
  • falls ihr uns ganz doll vermissen solltet, schreibt uns ganz einfach über den Boten
  • und falls euch die schönen Frauen an diesem Tag fehlen, sucht in Feucht nach vergleichbaren Models (wir wissen, es ist vergebens!)
  • ganz super wäre auch ein selbst produzierter Stau und kräftiges Hupen in der Hauptstraße, vielleicht mit einem selbst gemalten Fähnchen am Auto

Natürlich überzeugen wir uns über Blocksberg-TV von eurem wilden Treiben und sehen dabei genau, ob der Hüftschwung klappt, das Hupkonzert laut genug ist und die Pflümli schön in ihren Flaschen bleiben. Gebt also euer Bestes! Bis dahin hoffen wir, dass ihr uns nicht vergesst, vielleicht sogar ein bisschen vermisst und neugierig seid auf unseren nächsten Auftritt. Wir freuen uns schon auf euch. Mit einem dreifach kräftigen Huiii grüßen die Hexen vom Blocksberg.“

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