„Räinbooch Allstar Band“

Die Rocker aus Röthenbach

In den Anfängen: Helmut Keller, Klaus Hacker, Bernd Fauser, Robert Walker und Toni Walz. Später stieß noch Michael Sikora dazu. | Foto: Privat2021/01/2005-Rainbooch-Allstars-Bandfoto.jpg

RÖTHENBACH — Die „Räinbooch Allstar Band“ feiert ihr 25-jähriges Bestehen.

Musik ist für Klaus Hacker eine Lebensphilosophie. „Ich brauche jeden Tag Musik“, sagt Hacker. So wie ihm geht es wohl auch den anderen Mitgliedern der „Räinbooch Allstar Band“. 25 Jahre geht der Bandkern miteinander schon durch dick und dünn. Auch wenn der runde Geburtstag Corona-bedingt nicht gebührend gefeiert konnte, ans Aufhören denken die Musiker noch lange nicht. „Wir machen weiter, solange es geht, ganz klar“ verspricht Hacker.

Spontan gegründet

Der Sänger und Frontmann der Formation, im Hauptberuf Bürgermeister von Röthenbach, erzählt gerne, wie die „Allstars“ 1995 zusammenfanden: „Helmut Keller vom JUZ und ich kannten uns gut und wir haben beide in Bands Musik gemacht. Irgendwann stand wieder das Internationale Bürgerfest an und es konnte partout keine Band aufgetrieben werden. Also kam man auf uns zu, nach dem Motto, ihr zwei, könnt ihr nicht spielen? Und da haben wir gesagt, klar, das machen wir“.

Auftritt 2019 im „Schwan“ in Rückersdorf: Sänger und Frontmann Klaus Hacker und seine Bandkollegen geben Gas. | Foto: PZ-Archiv2021/01/Allstars-Schwan-Jan-2019.jpg

Dank guter Kontakte in der Szene gelang es, Toni Walz als Schlagzeuger und Gitarrist Robert Walker kurzfristig dazu zu holen. Trotz fehlender Probenzeit und obwohl es bei dem Fest dann in Strömen regnete, war der Auftritt ein voller Erfolg. Die „Räinbooch Allstar Band“ war geboren und zieht seither konzentrische Kreise durch den musikalischen Himmel.
In den ersten Jahren verstärkten Jürgen Gmelch und Oliver Striegel die Band. Seit 2001 ist Bernd Fauser mit seiner Hammond-Orgel fester Bestandteil der fünfköpfigen Formation, noch einmal zehn Jahre später stieß Musiklehrer und Saxophonist Michael Sikora dazu.

Große Rocksongs im Repertoire

Hacker, wie Helmut Keller eigentlich Bassist, verlegte sich von Anfang an aufs Singen, große Rocksongs der Musikgeschichte von Deep Purple bis Pink Floyd haben die Allstars im Repertoire. „Es war immer klar, wir machen Coversongs.“

Gassenhauer wie „Smoke On The Water“ dürfen auch heute bei keinem Auftritt fehlen. Die gab es in den vergangenen 25 Jahren nicht nur im legendären „Schwan“ in Rückersdorf, sondern auch bei allen bekannten Gigs der Region, ob im Pegnitzgrund, beim „Donnerwetterfestival“ in Schnaittach oder natürlich beim Bürgerfest in Röthenbach. Sogar im Ausland waren die „Räinbooch Allstars“ unterwegs, zweimal in Röthenbachs Partnerstadt Les Clayes und einmal auf Tour in Griechenland. „Das waren echte Highlights“, erzählt Hacker.

Geprobt wurde in Vor-Corona-Zeiten regelmäßig vor den sechs bis sieben jährlichen Auftritten. „Wenn wir es mal nicht geschafft haben, war es auch nicht schlimm, wir können das alles“, bringt Hacker die Philosophie auf den Punkt. Die Leidenschaft der Altrocker, auf der Bühne alles zu geben, hat in zweieinhalb Jahrzehnten nicht gelitten. Auch das Publikum ist ihnen treu geblieben. Deswegen gilt: „Sobald es wieder geht, werden wir wieder spielen.“ Isabel Krieger

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