„Summa-cum-laude“-Preis für Lehrerin der Monte-FOS

Das „Wir“ geht vor

Die Preisträgerin des Summa-cum-laude-Preises 2017 Pia Foierl zusammen mit Landrat Armin Kroder und Rotary-Präsident Nürnberger Land Hans-Joachim Rauscher (r.) bei der Übergabe. | Foto: Spieß2017/07/summa-cum-laude-preis-fur-pia-foierl.jpg

LAUF — Bereits zum zwölften Mal hat der Rotary Club Nürnberger Land eine vorbildliche Lehrerpersönlichkeit aus dem Landkreis geehrt. Der „Summa-cum-laude“-Preis ging in diesem Jahr an Pia Foierl von der Montessori-Fachoberschule in Lauf. Insgesamt waren zehn Lehrer nominiert.

Mit dem Preis würdigt der Rotary Club den Einsatz und die Leistungen im sozialen, pädagogischen und fachlichen Bereich einzelner Lehrer, die weit über die berufliche Norm ­hinausgehen. Zudem, so Rotary-Präsident Hans-Joachim Rauscher, wolle der Verein den Pädagogen eine stärkere Wertschätzung und Anerkennung entgegen bringen.

Landrat Armin Kroder, der sich bei dieser Gelegenheit als Latein-Liebhaber outete, dankte dem Club für dessen Summa-cum-laude-Projekt, denn: „Bildungserfolg ist zu einem großen Teil den Lehrkräften zu verdanken“.

Kroders kurze Erinnerungen an wesentliche Momente in seiner Schulzeit und Klaus-Dieter Arndts Worte, der als Stellvertreter des Ministerialbeauftragten für die Berufliche Oberschule (FOS und BOS) in Nordbayern ein kurzes Grußwort sprach, kamen zum übereinstimmenden Schluss: Nur das gemeinsame Bemühen aller Beteiligten sei der richtige Weg. Arndt betonte außerdem, wie wichtig es für Schüler sei, mit Freude zu lernen.

Jurymitglied Prof. Dr. Wolfram Scheffler hob in seiner Laudatio hervor, dass bei der diesjährigen Preisträgerin das „Wir“ eine besonders große Bedeutung habe und sie selbst sich bescheiden zurückhalte. Pia Foierl, seit knapp drei Jahren Lehrerin an der Montessori-Fachoberschule in Lauf, lehrt Pädagogik und Psychologie sowie Darstellung und ist Schulbeauftragte für den Bereich Gestaltung.

Die umtriebige Lehrerin hat sich bereits in zahlreichen, kleineren Projekten engagiert, doch vor allem ihre letzten drei umfangreichen Projekte hatten die Jury überzeugt: Kunst im Knast zum Thema „Glück“, ein Zeitzeugenprojekt in der Projektwoche zum Thema Vertriebene aus den sudetendeutschen Gebieten und die Monte-FOS-Ausstellung im Rathaus der Stadt Lauf.

Scheffler zitierte aus dem Antrag des Elternbeirats der Schule, der sie für den Preis vorgeschlagen hatte: „Frau Foierl ist eine überzeugende Persönlichkeit, die aufgrund ihrer hohen Fach- und Sozialkompetenz ein großes Vorbild für die Jugendlichen ist. Sie ist eine äußerst engagierte und hilfsbereite Lehrerin, die sich bis an die Grenzen ihrer eigenen Leistungsfähigkeit für die Schule und ihre Schülerinnen und Schüler einsetzt.“ Foierls vielfältige Aktivitäten zeigen das umfassende Engagement der Laufer Lehrerin – so das Urteil der Jury.

Foierl freute sich sichtlich über die Auszeichnung und betonte in ihren kurzen Dankesworten die „fantastische Teamarbeit“ und zwar mit Schulleiterin Kerstin Jeger und dem Elternbeirat. Zusätzlich zu ihrer Urkunde erhielt sie ein von einem lokalen Künstler gestaltetes Kunstwerk und das Preisgeld, das für Außenvitrinen auf dem Schulgelände verwendet werden soll, damit dort Schülerarbeiten gezeigt werden können.

N-Land Erich W. Spieß
Erich W. Spieß