BR-Radltour: unbezahlbarer Werbeeffekt für die Stadt

Die größte Veranstaltung, die auf dem Marktplatz je stattfand, war die BR-Radltour. In der Rückschau war man sich einig: Die Kosten haben sich gelohnt, der Werbeeffekt für die Stadt war beachtlich.Archivfoto: Märtl2010/11/radltournachlese_New_1290005282.jpg

ALTDORF – Der Werbeeffekt, den die BR-Radltour für Altdorf hat, ist unbestritten. Mit rund 10.000 Besuchern war sie mit Abstand die größte Veranstaltung der letzten Jahre. Die Chef-Organisatorin auf Altdorfer Seite, Kulturamtschefin Anke Dietz, sprach im Kulturausschuss von einem „tollen Event“. Ihr war es ein Bedürfnis allen an der Organisation beteiligten Stellen der Stadt Altdorf für die ausgezeichnete Zusammenarbeit zu danken.

Zwar würden die Ergebnisse, wie die einzelnen Etappenorte bei den Teilnehmern und bei den Zuschauern im Hinblick auf Organisation und gastronomisches Angebot angekommen sind, noch nicht vorliegen, aber soviel wisse sie bereits, dass die Bewertung für Altdorf gut ausgefallen sei. Anke Dietz: „Altdorf hat im Wettbewerb keine schlechten Chancen, munkelt man.“

In ihren Rückblick zeigte sie auf, dass eine Veranstaltung in dieser Größenordnung im Vorfeld eine lange und sorgfältige Planung erforderte, in die neben dem federführenden Kulturamt eine Vielzahl von weiteren Abteilungen der Verwaltung eingebunden waren. In erster Linie wurden die technischen Dienstleistungen vom Bauhof erbracht.

Das mit Polizei und Feuerwehr erarbeitete Sicherheitskonzept hat sich bewährt. Bereits im Vorfeld wurden alle freizuhaltenden Feuerwehrzufahrten mit Spezialklebeband markiert. Weiterhin wurde darauf verzichtet, das Maximum an Bierzeltgarnituren zu stellen, um Bewegungsflächen und Durchgänge für die Besucher zu schaffen. Laut übereinstimmender Aussage der Verantwortlichen von Polizei, Feuerwehr, BRK und Notärzten kam es zu keinen schwierigen oder gravierenden Zwischenfällen. Insgesamt wurde die Großveranstaltung als gelungen und aus der jeweiligen Sicht der Verantwortlichen unkritisch bewertet.

Die Bewirtung der Gäste erfolgte durch die ortsansässigen Gastronomen und ließ keine Wünsche offen. Zusätzlich hatte der Partyservice Wahler zwei große Gastrostände am Marktplatz aufgebaut und den VIP-Bereich bewirtet. Herbert Wahler war zudem als Wirtesprecher der zentraler Kontaktmann in allen gastronomischen Fragen.

Das Feedback der Gäste, Radler und auch des BR auf diese Veranstaltung war sehr positiv. Die Gäste hätten insbesondere die Atmosphäre und schöne Kulisse am Marktplatz gelobt. Der BR zeigte sich sehr zufrieden mit dem Veranstaltungsmanagement vor Ort, zumal die Umsetzung aufgrund der engen räumlichen Verhältnisse sehr schwierig war.

Da man erstmals eine solche Großveranstaltung managen musste, hatte man wenig Erfahrung wie hoch die Kosten sein würden. Eingeplant hatte man ein Budget von 8000 Euro, das man aber aufgrund der nicht vorhersehbaren technischen Anforderungen – insbesondere im Bereich der Stromversorgung – nicht einhalten konnte. Die das Budget übersteigenden Kosten wurden durch Minderausgaben in anderen Bereichen des Kulturamtes kompensiert und führen nicht zu einer Haushaltsüberschreitung. Insgesamt beläuft sich die Abrechnung auf rund 12.000 Euro. Zusätzlich sind im Rahmen der inneren Verrechnung 328,50 Bau-hofstunden (12.929,76 Euro angefallen.

„Man erschrickt zwar, wenn man diese Kosten sieht, aber man muss auch sehen, welchen Effekt die Veranstaltung hatte“, brachte es Dr. Peter Wack auf den Punkt. Die BR-Radltour hat allen etwas gebracht: der Bevölkerung, den Gastronomen und den anderen Geschäftsleuten.

Altdorf sei durch die Veranstaltung in Rundfunk und Fernsehen mehrere Tage mit im Mittelpunkt gestanden und diese bayernweite Werbung sei eine tolle Sache gewesen.

LORENZ MÄRTL

N-Land Der Bote
Der Bote