Facebook-Spendenaktion

5000 Euro für Pflegepersonal des Laufer Krankenhauses

Freuen sich über die Spenden der Facebook-Aktion für das Pflegepersonal (von links): Pflegedienstleiter Peter Herbach, Adolf Pohl vom Förderverein, Ursula Nerdinger, die den Aufruf gestartet hat, Betriebsrat Andreas Kröner und Dr. Thomas Grüneberg, der Geschäftsführer der Krankenhaus GmbH. | Foto: Urbansky2022/01/spende-laufer-krankenhaus-5000-euro-foto-urbansky-scaled.jpg

Lauf – „Das ist eine tolle Sache“, sagt Schatzmeister Adolf Pohl vom Krankenhaus-Förderverein bei der Übergabe und bedankt sich für die großzügige Unterstützung: Fast 5000 Euro hat ein Spendenaufruf, der in der Pegnitz-Zeitung und in diversen Facebookgruppen geteilt wurde, eingebracht.

Den Aufruf hatte Ursula Nerdinger gestartet, weil sie dem Pflegepersonal etwas zurückgeben wollte. „Am Anfang der Pandemie wurde immer geklatscht, aber das reicht jetzt nicht mehr“, sagt sie. Außerdem wollte sie ein Zeichen setzen, denn die Stimmen der Querdenker wirkten immer sehr laut. Es gebe aber genug und vor allem genauso laute Gegenstimmen, so Nerdinger.


Die Spenden hat der Förderverein auf 5430 Euro aufgestockt, sodass für 362 Mitarbeiter der Krankenhäuser Nürnberger Land GmbH nun jeweils ein Heimatgutschein im Wert von 15 Euro ausgeteilt werden kann. Peter Herbach, stellvertretender Pflegedienstleiter, sieht es als Win-win-Situation: „Wir für den Landkreis und der Landkreis für uns, das machte die Entscheidung für den Heimatgutschein leicht.“


Pohl vom Förderverein freut sich sehr über die Aktion. Sie sei sehr schnell gegangen. „Es war eine gute Zusammenarbeit, bei der wir an alle gedacht haben, damit es keine Ungerechtigkeiten gibt“, sagt er. Denn zuerst musste gut überlegt werden, wer von den Mitarbeitern nun eigentlich zum Pflegepersonal gehört. „Wir haben beschlossen, dass jede oder jeder, der am Bett pflegt, zu dieser Gruppe zählt“, sagt Herbach.


Betriebsrat Andreas Körner bedankt sich bei den Spendern: „Es war ein toller und überraschender Start ins neue Jahr.“


„Es trifft die Richtigen“, sagt Dr. Thomas Grüneberg, Geschäftsführer der Krankenhäuser Nürnberger Land GmbH, und freut sich mit. Er beschreibt, dass die vergangenen zwei Jahre nicht leicht für das Personal waren. Es mussten viele Prozesse in Gang gebracht und, noch wichtiger, immer wieder neu angepasst werden: „Mit Omikron müssen wir die Kräfte dahin schieben, wo sie gebraucht werden. Es darf nicht zu viel Personal auf einmal vor Ort sein, um eine zu schnelle Ansteckung aller zu vermeiden.“ Gerade deshalb freut ihn die Aktion umso mehr. Dadurch würden die Beschäftigten die Wertschätzung spüren, die ihnen entgegengebracht wird.


Eine Spendenquittung kann bei Beträgen über 100 Euro auch noch nachträglich ausgestellt werden. Wer dies möchte, kann sich direkt an den Förderverein des Laufer Krankenhauses wenden, etwa per E-Mail an Adolf Pohl ([email protected]).

Sophie Urbansky

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