Konzertreihe

Klassische Premiere auf Pegnitzinsel Vorra

Die Schwestern Oksana Rygalovskaya und Ekaterina Afanasyeva (v. links) spielten teilweise vierhändig. | Foto: W. Schwarm2020/08/HZ3.jpg

VORRA – Ein Geschwisterpaar, vier Hände und ein weißer Flügel: Mehr braucht es kaum für einen wundervollen Klavierabend unter freiem Himmel auf der Pegnitzinsel in Vorra.

Mit „Le Due Sorelle al Piano“ konnten die Schwestern und Pianistinnen Ekaterina Afanasyeva und Oksana Rygalovskaya für das erste Klassikkonzert auf der Pegnitzinsel gewonnen werden. Stefan Kopp, dessen Tochter von Oksana Rygalovskaya am Klavier unterrichtet wird, moderierte in ruhiger Art souverän durch den Abend.

Die in Russland geborenen Ekaterina Afanasyeva und ihre jüngere Schwester Oksana Rygalovskaya stammen aus einer Musikerfamilie und begannen schon im Alter von sechs und sieben Jahren das Klavierspielen. Beide legten erfolgreich ihr Studium mit Diplom als Dozentin für Klavier und Musik im Konservatorium in Archangelsk (Russland) ab. Heute lebt Ekaterina Afanasyeva in Italien und gibt dort Solokonzerte, während ihre jüngere Schwester in Neuhaus lebt und neben ihrer Konzerttätigkeit auch als Klavierlehrerin tätig ist.

Alle halfen mit

Kopp dankte Ruth Stein vom Luisenhaus in Vorra und den Helfern für die Zurverfügungstellung des weißen Flügels, Florian Gössl sowie der Gemeinde Vorra für die Organisation unter Einhaltung aller Abstands- und Hygieneregeln. Sie alle hätten dazu beigetragen, dass der Abend in dieser Art stattfinden konnte.

Zu Stücken des Komponisten Gabriel Fauré, wie „Barcarolles“, „Kitty Walzer“ und „Pavane“, begann die musikalische Reise in Frankreich. Dann ging es mit einem der bedeutendsten Komponisten der Musikgeschichte, dem in Hamburg geborenen Johannes Brahms, in den deutschsprachigen Raum. Seine Kompositionen werden der Hochromantik zugeschrieben. Hieraus spielten die beiden Schwestern „Opus 39“ für vier Hände. Anschließend kam ein Werk von dem in Ungarn geborenen Klaviervirtuosen Franz Liszt – „Nocturne Nr. 3 – Der Liebestraum“ – zur Aufführung.

Nach bekannten Werken von Yiruma („River Flows In You“), Yann Tiersen („Amelie“) und Ludwig van Beethovens „Für Elise“, gespielt von der Schülerin Luisa Kopp, ging es schließlich in die russische Heimat der beiden Pianistinnen: Werke von Sergei Rachmaninov, Mily Balakirev, Michail Glinka, Waleri Gawrilin oder Pjotr Tschaikowski folgten.

Mit den bekanntesten Stücken „Schwanensee“, „Der Nussknacker“ und „Clair de Lune“ endete das Open Air der beiden herausragenden Pianistinnen auf der Pegnitzinsel – allerdings nicht ohne eine Zugabe zweier weiterer Stücke, dem „Disco Visit“ und dem Ungarischen „Tanz No. 5“ – abermals vierhändig.

Wolfgang Schwarm

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