ALTDORF – Am Tag der Pflege zeigt die Diakonie NAH am Beispiel von Manfred Besekau, dass der Umzug ins Pflegeheim nicht das Ende bedeuten muss.
Der Internationale Tag der Pflegenden findet jedes Jahr am Geburtstag von Florence Nightingale, dem 12. Mai, statt. Weltweit würdigt dieser Tag die Arbeit von Pflegekräften und rückt deren Kompetenz sowie ihre oft herausfordernde Arbeitssituation in den Fokus. Wie wertvoll und wirkungsvoll professionelle Pflege sein kann, zeigt sich auch im Seniorenzentrum Pyrbaum der Diakonie Neumarkt-Altdorf-Hersbruck. Hier steht nach Angaben des Betreibers nicht nur die Versorgung, sondern vor allem die Förderung von Selbstständigkeit und Lebensqualität im Mittelpunkt. Ein Beispiel dafür ist die Geschichte des 87-jährigen Manfred Besekau.
Mehrere Krankenhausaufenthalte
Er lebte lange Zeit selbstständig in Rasch bei Altdorf. Doch im September 2025 veränderte ein gesundheitlicher Einschnitt sein Leben schlagartig: „Es zog mir die Beine weg. Ich saß auf einer Bank und fiel nach vorn auf die Steine.“
Es folgte eine belastende Zeit mit mehreren Krankenhausaufenthalten innerhalb kürzester Zeit. Zunächst wurde er im Altdorfer Krankenhaus erstversorgt und anschließend bis Anfang September im Klinikum Nürnberg behandelt. Nach einer kurzen Rückkehr nach Hause kam es zu einem erneuten Sturz, woraufhin er im Klinikum Neumarkt weiterbehandelt wurde, wie die Diakonie in einer Pressemitteilung schildert. Besekau war in einer sehr schlechteren körperlichen Verfassung. „Ich nahm in dem Zeitraum von 72 auf 53 Kilo ab“, berichtet Besekau.
Seine große Leidenschaft, das Fahren von Oldtimer-Motorrädern wie der tschechischen Jawa, dem sogenannten Ostroller, musste er aufgeben. Auch Fahrten mit seiner Yamaha waren plötzlich nicht mehr möglich. Eine Rückkehr in die eigene Wohnung war vorerst ausgeschlossen.
„Wurde systematisch wieder aufgebaut“
Daher kam er Ende September 2025 zur Kurzzeitpflege mit Übergang in die vollstationäre Pflege ins Seniorenzentrum Pyrbaum. Hier begann sein Weg zurück ins selbstständige Leben. Anfangs war er stark geschwächt und kaum mobil. „Ich wurde hier systematisch wieder aufgebaut. Durch Übungen, durch viel Verständnis, Freundlichkeit und gute Pflege.“
Schritt für Schritt gewann er seine Fähigkeiten zurück. Selbst alltägliche Dinge wie das eigenständige Essen musste er neu erlernen.
Zurück nach Hause, zurück aufs Motorrad
„Mit viel Geduld, fachlicher Kompetenz und persönlicher Zuwendung gelang es dem Pflegeteam, ihn nachhaltig zu stärken“, heißt es seitens der Diakonie. Schritt für Schritt eroberte sich Besekau im Seniorenzentrum seine Selbstständigkeit zurück. Zunächst im Rollstuhl, dann mit Rollator. „Es geht auch ohne inzwischen“, sagt er. „Es geht mir inzwischen wirklich wieder blendend. Ich wurde hier super versorgt.“
Nun kann Manfred Besekau in sein Zuhause nach Rasch zurückkehren. Für ihn ein großer Schritt zurück in ein selbstbestimmtes Leben: „Ich werde alles etwas langsamer angehen und mir Profis holen, die sich um meine Bäume und Sträucher kümmern. Aber alles andere mache ich wieder selbst – und werde auch ganz sicher wieder auf meiner Jawa 2 sitzen.“
