Die Pandemie durchkreuzt die Pläne

Warten auf die Jubiläumsfeier

Kunst, Gewänder und viele Besucher: Der Zeidlermarkt ist wie eine Reise ins Mittelalter. | Foto: Alex Blinten2021/05/Feucht-NEU-Zeidlermarkt-Jubilaeum-scaled.jpg

FEUCHT – Der Feuchter Zeidlermarkt hätte im Mai zehnjähriges Bestehen gefeiert, doch Corona durchkreuzte erneut die Pläne.

Traditionelle Kostüme, lachende Kinder, klirrende Schwerter, Marktschreier und der süßliche Geruch von Honigmet. Das Mittelalter zeigt sich in Feucht von seiner romantischen Seite. Nämlich in der Liebe zur Biene, zum Honig und zum traditionellen Zeidelwesen. Das zeigt sich nicht nur am Zeidelmuseum und der Bienenskulptur, die Besucher am Ortseingang begrüßt, sondern auch am seit 2011 jährlich stattfindenden Zeidlermarkt. Zumindest war das bis zum Pandemiejahr 2020 der Fall.

In diesem Jahr fällt der Markt wegen Corona bereits zum zweiten Mal aus.
Der Zeidlermarkt ist die größte Eintagesveranstaltung des Landkreises, zu der 5000 Besucher von überall herkommen“, erklärt Alexander Hommel, einer der Initiatoren und Ehrenvorsitzender des Arbeitskreises Feuchter Gewerbe (AFG). Ein Zeidlermarkt light kommt für die Verantwortlichen nicht in Frage. „Mit 250 Gästen macht das keinen Sinn, und es soll auch kein Superspreader-Event werden“, ergänzt Hommel.

Normalerweise tummeln sich Gäste in der Innenstadt, an den Essens-, Handwerks- und Kunstständen, in den Läden und im Zeidelmuseum. Hinzu kommen Umzüge, Ritterturniere, Kinderanimation und weitere Indoor- und Outdooraktionen. Alles in Kooperation mit verschiedenen Vereinigungen aus der Umgebung, wie zum Beispiel dem Wallensteinfestspielverein, Akteuren der Eppelein-Festspiele aus Burgthann und dem örtlichen Bund Naturschutz. Kontakt sei an diesem Wochenende einfach unvermeidbar. Denn neben der Vermittlung der Feuchter Geschichte habe die Veranstaltung am verkaufsoffenen, ersten Sonntag im Mai auch wirtschaftliche Vorteile. „Wir wollten von Anfang an Geschichte, Spaß und gewerbliche Optionen verbinden“, sagt Hommel.

Großer kommerzieller Erfolg

Mit Erfolg, die Besucherzahl habe sich von Jahr zu Jahr gesteigert und das Angebot stetig verbessert. Auch besondere Stargäste ließen sich gerne blicken. Landrat Armin Kroder, zahlreiche Europaabgeordnete sowie Ministerpräsident Markus Söder genossen bereits das Fest. Das zeige, welch große Bedeutung der Markt für die Region hat.

In Ratsherrenkostüm und Tracht eröffneten Alexander Hommel (links), Kerstin Möges und Konrad Rupprecht den ersten Zeidlermarkt. Archivfoto: Martina Rüsing2021/05/Feucht-NEU-Zeidlermarkt-Jubilaeum-Hommel-Rupprecht-scaled.jpg

Neben hohen Besuchen hat Alexander Hommel in den vergangenen zehn Jahren viele Höhepunkte erlebt. Persönlich erinnert er sich am liebsten an den Aufbau und die Organisation mit allen Ständen. „Es ist ein liebevolles Fest, bei dem alle im Gewand kommen, helfen und mitmachen“, schwärmt Hommel. Das Gefühl der gemeinsamen Verbundenheit sei einzigartig. Auch weil sich alle Beteiligten ehrenamtlich einbringen.
Ohne die Unterstützung des damaligen Bürgermeisters Konrad Rupprecht, den Landsknecht und Wallensteiner Armin Winkelmann, Wolfgang Mittwoch vom Zeidelmuseum und Michael Zuber hätte es den Markt in dieser Form niemals gegeben.

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Das seien nur einige Namen, die in diesem Zusammenhang genannt werden müssen, betont Hommel. „Eine weitere Besonderheit sind die historischen Dokumentarfilme zur Feuchter Geschichte von Willi Memmel“, ergänzt er. Die Super 8-Aufnahmen waren im Rahmen des Markts 2012 in der Reichswaldhalle zu sehen. Auch wenn das neuartige Virus den Markt im zweiten Jahr in Folge verhindert, blickt Alexander Hommel dennoch optimistisch in die Zukunft: „Der zehnte Zeidlermarkt wird kommen, versprochen!

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