HERSBRUCK - Zwischen Freitag, 12. Juni, und Montag, 15. Juni, haben Unbekannte versucht an der KZ-Gedenkstätte in Hersbruck Feuer zu legen und hinterließen im Umfeld einschlägige Graffiti. Nur wenige Tage später gelang es den Beamten des Staatsschutzkommissariat der Schwabacher Kriminalpolizei einen Tatverdächtigen zu identifizieren.
Nach der Brandlegung an der KZ-Gedenkstätte und dem Auffinden der Schmierereien sicherten Beamte der Polizeiinspektion Hersbruck die Spuren am Tatort. Im weiteren Verlauf der Ermittlungen werteten die Beamten des Staatsschutzkommissariats diese Spuren aus und arbeiteten eingegangene Zeugenhinweise ab.
Im Zuge dieser Ermittlungsarbeit geriet ein 27-jähriger Deutscher in den Fokus der Beamten. Die Ermittler konnten ihm die versuchte Brandlegung an der KZ-Gedenkstätte, die dortigen Schmierereien sowie weitere Graffiti im Stadtgebiet Hersbruck nachweisen, die er nach derzeitigem Ermittlungsstand in einer einzigen Nacht angebracht hatte.
Nach derzeitigem Ermittlungsstand ist davon auszugehen, dass sich der Mann in einem psychischen Ausnahmezustand befand. Hinweise auf weitere Tatverdächtige ergaben sich nicht. Der Mann befindet sich derzeit auf eigene Veranlassung in einer Fachklinik. Das Staatsschutzkommissariat der Schwabacher Kriminalpolizei wird nach Abschluss der Ermittlungen den Vorgang an die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth abgeben.
