Gelebte Inklusion und nachhaltige Bildung

Streuobstwiese der Rummelsberger Diakonie erhält Mittelfränkischen Inklusionspreis

Große Freude bei der Preisverleihung: Bezirkstagspräsident Peter Daniel Forster (5. von rechts) überreicht Alina Stampfl (6. von rechts), Projektleiterin der inklusiven Streuobstwiese, den symbolischen Scheck.
Große Freude bei der Preisverleihung: Bezirkstagspräsident Peter Daniel Forster (5. von rechts) überreicht Alina Stampfl (6. von rechts), Projektleiterin der inklusiven Streuobstwiese, den symbolischen Scheck. | Foto: Leonhard Kemnitzer2026/08/Rummelsberg_Mittelfrnkischer_Inklusionspreis__1.jpg

HERSBRUCK/RUMMELSBERG – Große Freude am Campus Haus Weiher: Die inklusive Streuobstwiese des Fachbereichs Autismus der Rummelsberger Diakonie ist mit dem Mittelfränkischen Inklusionspreis 2026 ausgezeichnet worden.

Der Preis wird jährlich vom Bezirk Mittelfranken verliehen und ist in diesem Jahr mit insgesamt 5000 Euro dotiert. Zwei Projekte wurden als Preisträger ausgewählt und erhalten jeweils 2500 Euro.

Im Rahmen einer Feierstunde auf der inklusiven Streuobstwiese überreichte Bezirkstagspräsident Peter Daniel Forster die Auszeichnung an Vertreter der Rummelsberger Diakonie. Neben Projektleiterin Alina Stampfl nahmen unter anderem Karl Schulz, Vorstand Dienste der Rummelsberger Diakonie, Ralph Eichenseher, Regionalleiter Nürnberg der Rummelsberger Dienste für Menschen mit Behinderung, sowie Gäste aus Politik, Gesellschaft und langjährige Kooperationspartner und Unterstützer teil.

Wie Inklusion gelebt wird

„Unsere inklusive Streuobstwiese ist ein Ort, an dem sich Menschen mit und ohne Behinderung ganz selbstverständlich begegnen, gemeinsam die Natur entdecken und voneinander lernen. Genau diese gelebte Inklusion möchten wir jeden Tag erfahrbar machen“, sagt Projektleiterin Alina Stampfl. Seit Sommer 2022 entwickelt der Fachbereich Autismus die inklusive Streuobstwiese am Campus Haus Weiher Schritt für Schritt mit Unterstützung der Aktion Mensch zu einem offenen Begegnungs- und Lernort weiter. Herzstück des Projekts sind die inklusiven Bildungsangebote rund um Natur, Klima- und Umweltschutz sowie verschiedene Kunstprojekte und Kulturangebote.

Ob gemeinsam Apfelsaft pressen, über dem Feuer kochen, Naturkunst gestalten oder Tiere und Pflanzen entdecken: Menschen jeden Alters kommen miteinander ins Gespräch, lernen voneinander und erleben die Natur mit allen Sinnen. Dabei stehen nicht Unterschiede, sondern gemeinsame Erfahrungen im Mittelpunkt. Die Streuobstwiese verbindet Bildung für nachhaltige Entwicklung mit gelebter Inklusion. Einfache Sprache, Unterstützte Kommunikation sowie klar strukturierte Angebote ermöglichen Menschen mit unterschiedlichen Voraussetzungen eine gleichberechtigte Teilnahme.

Große Resonanz 2025

Gleichzeitig engagieren sich zahlreiche Schulen, Kindergärten, Vereine und weitere Partner und schaffen so einen Ort, an dem Vielfalt selbstverständlich gelebt wird. Allein im vergangenen Jahr nahmen rund 1100 Menschen an den Bildungsangeboten und Veranstaltungen teil.
Die Auszeichnung mit dem Inklusionspreis ist für das Projektteam Anerkennung und Ansporn zugleich. Sie macht sichtbar, wie viel entstehen kann, wenn Menschen gemeinsam Verantwortung übernehmen und Begegnungen auf Augenhöhe ermöglichen.


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