RUMMELSBERG – Erstmals gehört die Altenhilfe der Rummelsberger Diakonie zu den 30 größten Pflegeanbietern Deutschlands. Das renommierte Fachmagazin Care Invest vergleicht jährlich die stationären und ambulanten Angebote der Branche – und listet die Rummelsberger Altenhilfe gGmbH (RDA) in der aktuellen Ausgabe unter den Spitzenanbietern.
Mit rund 2000 Mitarbeitenden bietet die RDA in ganz Bayern ein breites Spektrum an Leistungen an und versorgt täglich mehr als 4000 Seniorinnen und Senioren. Karl Schulz, einer der beiden Geschäftsführer, erklärt: „Seit Jahren arbeiten wir daran, in möglichst allen Bereichen der Betreuung von Seniorinnen und Senioren ein passendes Angebot vorzuhalten.“
Noch vor zehn Jahren dominierten stationäre Plätze das Angebot der RDA. Inzwischen ist die Zahl der Heimplätze nahezu gleichauf mit den ambulanten Angeboten – von der häuslichen Pflege über Tagespflege bis hin zu modernen Wohnformen für Senioren. Dieser strategische Umbau spiegelt den gesellschaftlichen Wandel wider – und erweitert die Wahlmöglichkeit der pflegebedürftigen Menschen.
Immer mehr Menschen bräuchten Pflegeleistungen
Schulz ist überzeugt, dass die Altenhilfe in einer alternden Gesellschaft weiter an Bedeutung gewinnen wird: „Es ist absehbar, dass immer mehr Menschen Pflegeleistungen in Anspruch nehmen müssen. Dabei ist würdevolle Pflege für uns ein Menschenrecht.“ Gemeinsam mit seinem Geschäftsführerkollegen Dr. Tobias Gaydoul setzt sich Schulz auch auf politischer Ebene für bessere Rahmenbedingungen in der Pflege ein. Denn trotz wachsender Nachfrage stehe die Branche vor großen Herausforderungen: Fachkräftemangel, hohe Baukosten, unklare Refinanzierung und komplexe Regulierungen erschweren den Neubau und die Sanierung von Pflegeeinrichtungen.
Der kürzlich veröffentlichte Frühjahresbericht 2026 des Rats der Immobilienweisen bestätige dies: Die Bautätigkeit im Pflegebereich stagniert, obwohl die Zahl der Pflegebedürftigen steigt. „Ohne tragfähige politische Leitplanken drohen in den nächsten Jahren Versorgungslücken, die schon heute absehbar sind“, warnt Dr. Gaydoul.
