Tödliche Gefahr

Referat appelliert an Bürger: Mähroboter nur tagsüber betreiben

Mähroboter erkennen kleine Tiere nicht als Hindernis und fahren einfach über sie hinweg.
Mähroboter erkennen kleine Tiere nicht als Hindernis und fahren einfach über sie hinweg. | Foto: Gehret Martina/LBV2022/07/a472877642i0012_max1024x.jpeg

NÜRNBERGER LAND/NÜRNBERG - Das Referat für Umwelt und Gesundheit appelliert an die Bürger, Mähroboter nur tagsüber zu betreiben.

Mit Beginn der Gartensaison kommen die Geräte wieder zum Einsatz. Für Igel, die nachts auf Nahrungssuche sind, können nachtaktive Mähroboter zur tödlichen Gefahr werden.

„Igel sind in unserer Stadt ganz besonders auf unsere Rücksicht angewiesen. Viele Menschen wissen nicht, wie schnell ein Mähroboter ein Tier verletzen kann. Wer seinen Garten bewusst pflegt und diese Geräte nur tagsüber einsetzt, leistet einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz und hilft, unnötiges Tierleid zu verhindern“, erklärte Referentin Britta Walthelm. Igel zählen zu den besonders geschützten Arten und dürfen weder verletzt noch getötet werden.

Die Tiere sind nachts auf Nahrungssuche. Ihr Schutzverhalten, das Einrollen, schützt sie nicht vor den Klingen der Mähroboter. Naturschutzorganisationen empfehlen zusätzlich, im Garten Rückzugsorte wie Laubhaufen oder Hecken zu erhalten. Durchgänge zwischen Grundstücken sollen Igeln sichere Wege ermöglichen. 

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