NÜRNBERGER LAND - Norbert Dünkel, Mitglied des Bayerischen Landtags und Mitglied im Bildungsausschuss, begrüßt den Zwischenbericht des bayerischen Kultusministeriums zur Weiterentwicklung der bayerischen Mittelschulen. Die Initiative „Mittelschule – stark für jeden Weg“ sei ein längst überfälliges und starkes Signal für einen Schultyp, der das Rückgrat der beruflichen Bildung in Bayern bilde – und der endlich die Anerkennung bekomme, die er verdiene.
„Wenn ich Schulen im Landkreis besuche, dann sind das ganz häufig Mittelschulen“, sagt Dünkel. „Wer Mittelschulen besucht, erlebt eine Schulform, die täglich unter Beweis stellt, was gute Bildung leisten kann. Lehrerinnen und Lehrer geben dort alles für Kinder und Jugendliche, die individuelle Begleitung und etwas mehr Zeit brauchen – und sie erreichen damit Erstaunliches.“ Dünkel erlebe immer wieder Schülerinnen und Schülern, die an anderen Schulformen nicht die Chance bekommen haben, die sie verdient hätten, an der Mittelschule aber aufblühen – weil dort die Zeit und die persönliche Zuwendung vorhanden sind, die Kinder manchmal brauchen. Dies ist für den Abgeordneten ein klarer Beweis dafür, dass das dreigliedrige Schulsystem in Bayern wertvoll ist und erhalten bleiben muss, um eine optimale Förderung zu ermöglichen.
Dünkel begrüßt Maßnahmen
Genau deshalb freut sich der Bildungspolitiker über die nun vorgestellten konkreten Maßnahmen zur Stärkung der Mittelschulen im Freistaat. Schülerinnen und Schüler sollen künftig mehr Raum zum individuellen Lernen erhalten – etwa durch die Ausweitung des jahrgangsübergreifenden Lernens oder durch flexible Stundentafeln in den Kernfächern Deutsch, Mathematik und Englisch. Praxisorientierung werde gestärkt durch Intensivpraktika, Berufsentwicklungsgespräche und projektorientierte Prüfungsformate. Und Lehrkräfte sowie Schulleitungen erhalten laut Dünkel gezielte Fortbildungsangebote und neue Führungsmodelle.
Im Landkreis Nürnberger Land gibt es neun staatliche sowie eine private Mittelschule. Zusammen zählen sie rund 3800 Schülerinnen und Schüler. „Diese Schulen sind ein unverzichtbarer Teil unserer Bildungslandschaft“, betont Dünkel. „Die Mittelschule hat nicht den Ruf, den sie verdient. Denn was dort jeden Tag geleistet wird, verdient Respekt. Wir brauchen nicht nur Akademikerinnen und Akademiker, sondern junge Menschen, die bereit sind, eine Ausbildung zu machen und im Handwerk, in der Industrie und in vielen anderen Bereichen unsere Gesellschaft am Laufen zu halten.“
