ESCHENAU – Die Grundschule Eschenau setzt ein deutliches Signal für ein respektvolles Miteinander: Bei einem feierlichen Festakt wurde die Schule offiziell in das bundesweite Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ aufgenommen. Ein buntes internationales Sommerfest unterstrich im Anschluss das gelebte Motto der Schulfamilie.
„Vielfalt ist kein abstraktes Konzept, sondern unser Schulalltag“, betonte die Schulleiterin Heike Metzger in ihrer Eröffnungsrede. Der Festakt markierte den Höhepunkt eines intensiven Prozesses, in dem sich über 90 Prozent der Schulgemeinschaft dazu bekannt haben, aktiv gegen Diskriminierung, Ausgrenzung und Ungerechtigkeit einzutreten. Mit der Aufnahme in das Netzwerk verpflichtet sich die Schule nun dauerhaft, das Fundament für ein tolerantes Weltbild zu legen, das bereits bei den Jüngsten beginnt.
Zur offiziellen Feierstunde konnte die Schule zahlreiche Ehrengäste begrüßen, darunter die stellvertretende Landrätin Gabriele Klaußner, den Ersten Bürgermeister der Marktgemeinde Eckental, Sebastian Singer, und Schulamtsdirektor Frank Didschies. Christian Löbel, Vertreter des Netzwerks „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, überreichte die offizielle Urkunde. Eine besondere Rolle übernimmt die ehemalige Eckentaler Bürgermeisterin Ilse Dölle, die als Patin das Projekt begleiten und die Schule unterstützen wird. „Hier, in der Grundschule, wird das Fundament gelegt“, so der Tenor der Redner, die betonten, dass Courage in der Schule beginnt, aber in der Gesellschaft fortgesetzt werden muss.
Dass das Bekenntnis zu Toleranz an der Grundschule Eschenau weit über theoretische Grundsätze hinausgeht, zeigte das anschließende internationale Sommerfest. Jede Klasse hatte sich im Vorfeld intensiv mit einem anderen Land beschäftigt. Die Ergebnisse dieser Projekttage wurden in Form zahlreicher Workshops präsentiert, die zum Mitmachen, Entdecken und Lernen einluden.
Ein weiteres Highlight war das internationale Buffet, das von den Eltern mit großem Engagement vorbereitet wurde. Die kulinarische Vielfalt wurde zudem in einem eigens erstellten internationalen Rezeptbuch verewigt, das zugunsten der Schulfamilie verkauft wurde.
Der Dank der Schulleitung galt insbesondere dem Elternbeirat, dem engagierten Kollegium, den vielen helfenden Händen im Hintergrund sowie den Schülerinnen und Schülern selbst. Mit diesem Tag hat die Grundschule Eschenau bewiesen, dass sie – getreu dem Motto des Netzwerks – ein lebendiger Ort ist, an dem Vielfalt als Stärke gelebt und geschützt wird.
