NÜRNBERGER LAND – Der Landkreis Nürnberger Land hat seine Fähigkeiten im Katastrophenschutz mit der Beschaffung einer mobilen Dekontaminationsschleuse ausgebaut. „Die neue Anlage ermöglicht die schnelle und wirkungsvolle Dekontamination von Fahrzeugen und schützt Einsatzkräfte, Bevölkerung und Umwelt bei biologischen, chemischen sowie sonstigen Schadenslagen noch besser“, heißt es in einer Pressemitteilung des THW-Ortsverbands Lauf-Nürnberger Land.
Herzstück der Anlage ist ein Schaumsystem mit integrierter Unterbodenreinigung. Damit können Einsatzfahrzeuge, Lastkraftwagen sowie weitere Fahrzeuge gereinigt und dekontaminiert werden. Dank ihres modularen Aufbaus lasse sich die Anlage rasch transportieren, aufbauen und an unterschiedlichen Einsatzorten in Betrieb nehmen.
Als besonderen Vorteil nennt das THW ein geschlossenes System zur Aufnahme und Zwischenlagerung kontaminierter Flüssigkeiten. „Dadurch können Dekontaminationsmaßnahmen sicher und umweltgerecht durchgeführt werden, ohne dass belastetes Wasser unkontrolliert in die Umwelt gelangt“, heißt es in der Mitteilung des THW. Ergänzt werde das System durch eine groß dimensionierte Durchfahrwanne, moderne Schaumtechnik sowie leistungsfähige Pumpen- und Speichersysteme.
Lob von Kroder und Herrmann
Die offizielle Übergabe erfolgte durch Landrat Armin Kroder und Kreisbrandrat Holger Herrmann. Künftig wird die Anlage beim THW Ortsverband Lauf–Nürnberger Land stationiert. Von dort aus steht sie dem Landkreis sowie bei Bedarf auch überregional für Einsätze zur Verfügung.
„Mit dieser Investition stärken wir den Schutz unserer Bevölkerung nachhaltig. Gerade bei Tierseuchen, ABC-Gefahrenlagen oder anderen außergewöhnlichen Schadensereignissen ist eine schnelle und professionelle Dekontamination entscheidend. Die neue Anlage verbessert unsere Einsatzmöglichkeiten erheblich und ist ein wichtiger Baustein für einen modernen und leistungsfähigen Katastrophenschutz im Landkreis Nürnberger Land“, betonte Landrat Armin Kroder. Auch Kreisbrandrat Holger Herrmann unterstrich die Bedeutung der neuen Ausstattung: „Die mobile Dekontaminationsschleuse erweitert die Fähigkeiten unserer Einsatzkräfte erheblich. Durch die Stationierung beim THW Ortsverband Lauf–Nürnberger Land können wir im Ereignisfall schnell reagieren und die Anlage flexibel dort einsetzen, wo sie benötigt wird.“
THW dankt dem Landkreis
Der Ortsbeauftragte des THW, Marcus Sperber, zeigte sich erfreut über die neue Ausstattung: „Wir bedanken uns beim Landkreis Nürnberger Land für das entgegengebrachte Vertrauen. Die Stationierung dieser wichtigen Spezialkomponente bei uns ist eine große Anerkennung für die Arbeit unserer ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer. Gleichzeitig ist sie Ausdruck der hervorragenden Zusammenarbeit aller Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben im Landkreis. Diese enge Partnerschaft zwischen Feuerwehr, THW, Rettungsdienst und allen weiteren BOS ist eine wesentliche Grundlage für einen schlagkräftigen Bevölkerungsschutz.“
Zugführer Christoph Müller und Zugtruppführer Tobias Seitz haben die technische Einführung der Anlage federführend begleitet. Sie hoben hervor, dass die neue Schleuse die Einsatzmöglichkeiten des THW und aller BOS bei komplexen Schadenslagen deutlich verbessere.
