NÜRNBERGER LAND – In der Nacht von Sonntag auf Montag, 24. August, ist es der A6 in Fahrtrichtung Heilbronn zu einem schweren Unfall gekommen. Dieser geschah im Bereich zwischen der Anschlussstelle Langwasser und dem Autobahnkreuz Nürnberg-Süd. Laut Verkehrspolizei Feucht war der Auslöser des Vorfalls ein technischer Defekt an einem Sattelzug, der den linken Fahrstreifen der Autobahn in eine Gefahrenzone verwandelte.
Der Unfall nahm seinen Lauf, als sich während der Fahrt das linke Rad der dritten Achse des Aufliegers eines Sattelzugs plötzlich löste. Das Rad geriet unmittelbar auf den linken Fahrstreifen und wurde so zu einem unkontrollierbaren Hindernis für den fließenden Verkehr. Der 56-Jährige Fahrer des Sattelzugs hielt umgehend auf dem Seitenstreifen an. Ein 37-jähriger Pkw-Fahrer, welcher auf dem linken Fahrstreifen fuhr, erkannte die Gefahr zwar rechtzeitig und versuchte auszuweichen, kollidierte jedoch bei dem Manöver seitlich mit dem Rad.
Unmittelbar darauf prallte ein nachfolgender 56-jähriger Pkw-Fahrer frontal gegen das Hindernis. Durch die Wucht dieses Aufpralls wurde das Rad auf die Gegenfahrbahn geschleudert. An dem Pkw des 56-Jährigen entstanden durch den Aufprall massive Schäden und er blieb auf dem linken Fahrstreifen stehen.
Die Gefahrensituation weitete sich so nun auch in der Gegenrichtung massiv aus, als dort ein 60-Jähriger Pkw-Fahrer ebenfalls mit dem auf die Gegenfahrbahn geschleuderten Rad kollidierte. Bei dieser Kollision riss die Ölwanne des Fahrzeugs ab, wodurch über eine Länge von mehreren hundert Metern Öl auf der gesamten Fahrbahn verteilt wurde. Infolge des Aufpralls kam das Fahrzeug nach rechts von der Fahrbahn ab, prallte gegen die Böschung, überschlug sich und kam schließlich auf der Fahrerseite liegend zum Stehen. Hierbei wurden der 60-Jährige und seine drei Mitfahrer leicht bis mittelschwer verletzt.
Die Verletzten wurden zur medizinischen Behandlung in umliegende Krankenhäuser gebracht. Der Sattelzug, sowie die Fahrzeuge des 60-Jährigen und des 56-Jährigen waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden.
Aufgrund der großflächigen Verschmutzung durch das ausgetretene Öl und die anschließende Fahrbahnreinigung mussten weitreichende Verkehrsbehinderungen in Kauf genommen werden. Die Hauptfahrbahn der A6 in Richtung Waidhaus wurde für mehrere Stunden komplett gesperrt. Zudem mussten auf der A73, Autobahnkreuz Nürnberg-Süd, die Auffahrten zur A6 in Richtung Waidhaus ebenfalls gesperrt werden. Zur Absicherung und Reinigung der Unfallstelle befanden sich mehrere angrenzende Feuerwehren vor Ort. Der Sachschaden beläuft sich schätzungsweise auf circa 35.000 Euro.
