Theaterstück war der Höhepunkt bei der Benzendorfer Kirchweih

Irisch und urkomisch

Mit dem Theaterstück „Der geplante Stammtischausflug“ sorgten die Schauspieler bei der Benzendorfer Kärwa für viele Lacher bei den Besuchern im Festzelt. | Foto: Jahn2018/09/Karwa-Benzendorf-Karwatheater-gja.jpg

BENZENDORF — Der Eckentaler Ortsteil Benzendorf hat wieder eine fröhliche und friedliche Kirchweih gefeiert. Dazu gehörte viel Musik, das Aufstellen und Austanzen des Kärwabaums und als Höhepunkt ein höchst amüsantes Theaterstück.

Bei der Benzendorfer Kärwa herrscht ein besonderes Flair. Denn jedes Mal fällt den Kärwaboum und -madla was Neues ein, um die Dorfbewohner und die zahlreichen Gäste aus dem Umland auf den Festplatz zu locken. Das gelang ihnen bereits bestens zum Kirchweihauftakt mit der Eröffnung der Bar.

Völlig eingestimmt auf das diesjährige Motto „Irland“ war die Bar massenhaft mit grünen Kleeblättern dekoriert. Die Gäste hatten die Wahl zwischen Guiness, Irish-Car-Bomb und dem Spezialgetränk „Grüner Kobold“. Im brechend vollen Zelt sorgte die Band „Noise“ für eine tolle musikalische Stimmung.

Am Samstag waren die Kärwaboum schon frühmorgens im Gemeindewald unterwegs, um einen prächtigen Baum zu suchen, zu fällen und mit fröhlichem Gesang vor das Feuerwehrhaus zu transportieren. Kärwabou Christian schnitzte die Jahreszahl 2018, einen Bierkrug und – ganz wichtig – einen Hahn in die Baumrinde, denn „der Hahn muss laufen“ ist das diesjährige Kärwamotto. Unter dem Kommando von Georg Otzmann stemmten die Burschen den mit zwei Kränzen geschmückten 27-Meter-Baum problemlos wieder in die Höhe.

Bieranstich und Böllerschützen

Mit nur zwei Schlägen eröffnete Bürgermeisterin Ilse Dölle beim Bieranstich das viertägige Fest. Lautstark und weit hörbar hatten dies vor dem Zelt bereits die Rüsselbacher Böllerschützen getan. Stimmungsvolle Livemusik gab es anschließend von den „Gseer Wepsn“. Die Kärwaboum und -madla sorgten ebenfalls mit viel Engagement für die richtige Feststimmung.

Nach dem ökumenischen Zeltgottesdienst, musikalisch umrahmt vom Posaunenchor, ging es über zum Weißwurst-Frühschoppen. Danach gab es fränkisches Mittagessen und später Kaffee und selbstgebackene Kuchen. Auch das beliebte Schmalzgebäck aus dem Küchle-Automat war gefragt. Mit zünftiger Musik war Markus Niebler der Garant für vergnügliche Stunden.

Längst hat es sich herumgesprochen, dass auf der Benzendorfer Kirchweih als Höhepunkt des Sonntags von den Kärwaboum und -madla immer ein amüsantes Theaterstück aufgeführt wird. Somit war das ganze Dorf im Theaterfieber und das Zelt proppenvoll.

Für die urige Komödie „Der geplante Stammtischausflug“ hatte sich die Bühne im Festzelt in die Wirtschaft „Zum sausenden Eber“ verwandelt, wo es hoch her ging. Drei Stammtischbrüder wollten einen Ausflug zum Oktoberfest machen. Davor mussten sie aber erst einige Hindernisse überwinden. Mit viel Freude und Leidenschaft bei der Sache waren Eva-Maria Fürsattel, Kathrin Müller, Annemarie Ohlwärter, Maximilian Fürsattel, Achim Keilholz, Felix Nusko und Markus Reinfelder. Und und auch die Zuschauer waren restlos begeistert, was sie mit viel Szenenapplaus honorierten.

Mit dem Handwerkerfrühschoppen, dem Baumaustanzen durch 15 Kärwapaare und stimmungsvoller Musik von den „Chili Roses“ klang gestern die Benzendorfer Kirchweih aus.

N-Land G. Jahn
G. Jahn