Sitzung des Schulverbandes Hersbruck

Hersbrucker Mittelschulzentrum nimmt Form an

Die Grete-Schickedanz-Mittelschule bekommt Zuwachs aus dem Albachtal. | Foto: J. Ruppert2019/08/P1350291.jpeg

HERSBRUCK – Die Bürgermeister Robert Ilg und Jörg Fritsch sind als erster und zweiter Vorsitzender des Schulverbandes Hersbruck bestätigt worden. Diese „Formalie“ schließt die Erweiterung des Zusammenschlusses bei den Mittelschülern um die Gemeinden Happurg und Alfeld endgültig ab. „Das Thema Inklusion ist allgegenwärtig, auch wenn diese Bezeichnung nicht am Türschild steht“, sagte Robert Ilg auf eine entsprechende Nachfrage.

Wie berichtet, ist die Happurger Mittelschule als Institution aufgelöst worden. Das dortige Gebäude kann durchaus noch als „Reserve“ genutzt werden. So soll es auf jeden Fall bei der anstehenden Sanierung der Grete-Schickedanz-Schule mehrere Klassen aufnehmen und dadurch den Jugendlichen das Lernen in Containerräumen ersparen.

„Bisher waren die Klassen sieben, acht und neun schon in Happurg“, erläuterte Ilg, „jetzt kommt noch eine weitere neunte Klasse dazu“. Die genaue Einteilung nehme die Schulleitung vor, die den herrschenden Platzdruck am besten einschätzen könne. Über die anstehenden Änderungen seien die Eltern zum Schuljahresende informiert worden, so Ilg. In Hersbruck werden neben den Ortsansässigen nun die Mittelschüler aus Engelthal, Henfenfeld, Kirchensittenbach, Offenhausen, Reichenschwand, Pommelsbrunn und den beiden „Neulingen“ unterrichtet.

Erstmals unter Beteiligung von Bürgermeister Bernd Bogner, Gemeinderätin Petra Wacker und Rathauschef Karl-Heinz Niebler fanden die Wahlen statt. Einstimmig votierte das Gremium auf Vorschlag von Peter Uschalt für Robert Ilg und Jörg Fritsch als Vorsitzende.

Jörg Fritsch und die Hersbrucker Stadträtin sind die Vertreter des Schulverbandes im Zweckverband Sportzentrum Hersbruck. Reichenschwands Gemeindeoberhaupt Bruno Schmidt sowie seine Amtskollegen Günther Rögner aus Engelthal und der Kirchensittenbacher Klaus Albrecht fungieren als Rechnungsprüfungsausschuss.

Neben dem Schulverband Hersbruck existiert auch der Schulverbund Hersbrucker Schweiz. Ursprünglich hatten die früheren Hauptschulen Hersbruck, Hammerbachtal (in Engelthal), Happurg, Hartmannshof und Velden die Mittelschule gebildet und in Hersbruck einen Mittlere-Reife-Zug etabliert. Jetzt sind nur noch Hersbruck und Velden als Partner übrig geblieben und bilden nun die neue „Ehe“, wobei ein Schüleraustausch zur Klassenbildung stattfinden kann.

Wo bleibt die Inklusion?

Happurg war Standort für die Schüler mit Förderbedarf. Angelika Pflaum wollte wissen, wo nun „Inklusion“ vorgesehen sei. Verwaltungschef Karlheinz Wölfel sagte, dass die Voraussetzungen derzeit nirgends im Verbund gegeben seien.

Hersbrucks Rektorin Annette Dünzkofer „ist an der Sache dran“. Bei den Räumlichkeiten sieht Robert Ilg weniger ein Problem: „Es geht vor allem um Lehrerstunden.“ Dafür sind höhere Stellen zuständig. Doch auch ohne offizielle Bezeichnung ist sich Ilg sicher, dass Inklusion bei den Verantwortlichen ganz oben steht.

N-Land Jürgen Ruppert
Jürgen Ruppert