Hirtenmuseum Hersbruck

Harmonische und knallende Klänge am Hirtentag

Die Fosanegl wurden von den Ehrengästen samt dem Landratstöchterchen bewundert. | Foto: J. Ruppert2020/01/IMG-1880.jpg

HERSBRUCK – „Früher wurden die Anger durch Patschen von Hexen befreit“, erklärte Ingrid Pflaum den alten Brauch. Die Klänge der Ringelpeitsche sind längst zum Markenzeichen des Hirtentages im und vor dem Deutschen Hirtenmuseum geworden.

Bei strahlend blauem Himmel eröffnete Bürgermeister Robert Ilg das Programm. Bereits der Auftakt entwickelte sich zum Erlebnis. Robert Vogel und seine Gruppe spielten auf Hörnern. Der Coburger Alexander Remde zeigte sein Können am Dudelsack und die Sternsinger schauten vorbei. Schon seit über einem Viertel Jahrhundert unterhält Hermann Schmitt die Gäste mit Peitschenknallen („tu ichs vorm Museum krachn loua“). Mittlerweile treuer Geselle ist Thomas Geiger. Als Dritter im Bunde schwang Moritz Vogel gekonnt das Hirtenutensil.

Die beste Show boten aber die Fosanegl aus Kinding. Auch Landrat/Bezirkstagspräsident Armin Kroder, Vize-Landrätin Cornelia Trinkl, zweiter Bürgermeister Peter Uschalt, Kreis- und Stadträte, aber auch Landwirtschaftsamtchef Werner Wolf bewunderten das rhythmische, schnelle Patschen der malerisch kostümierten Fastnachtsfiguren.

Von A bis Z

Im Museum gab es Musik, Kamel reiten, Basteln, Spinnen, Klöppeln, Korb flechten und jede Menge Stände von A wie Altholzspiegel bis Z wie Zirbenholz-Objekte. Rainer Wölfel informierte über Hutanger in der Hersbrucker Schweiz. Ein weiterer Vortrag ging über Wölfe.

Robert Ilg und Museumsleiterin Ingrid Pflaum freuten sich besonders über den Hirtenruf, den Robert Vogel auf einem langen Horn intonierte. Früher hatte jeder Viehhüter seine Melodie mit der er die Herde zusammenholte. Robert Vogel wird viele Rufe aus der Umgebung „einspielen“. Diese Attraktion bereichert bald das Museum.

N-Land Jürgen Ruppert
Jürgen Ruppert