Lauf profitiert am stärksten

54 Millionen: Landkreis und Kommunen erhalten Schlüsselzuweisungen

Mit über 3,6 Millionen Euro erhält die Stadt mit 2,58 Millionen Euro im nächsten Jahr etwa eine Millionen mehr als noch 2022. | Foto: Archiv/Clemens Fischer2020/10/marktplatz-lauf-leer-regen-corona-cafe-scaled.jpg

NÜRNBERGER LAND – Rund 54 Millionen Euro Schlüsselzuweisungen fließen im kommenden Jahr als Unterstützungsmittel des Freistaates ins Nürnberger Land. Ein Großteil geht direkt an den Landkreis, aber auch zahlreiche Kommunen erhalten mehr Geld als im vergangenen Jahr.

Schlüsselzuweisungen sind eine der zentralen Einnahmequellen der bayerischen Kommunen. Die zweckfreie Zuweisung erhalten die Gemeinden und Kreise vom Freistaat Bayern als Unterstützung bei der Finanzierung der Ausgaben. Vor allem in Zeiten der Kostenexplosion stellt die Schlüsselzuweisung in vielen Gemeinden – neben den Steuereinnahmen – eine wichtige Einnahmequelle dar.

Insgesamt 54.144.524 Euro werden im kommenden Jahr an den Landkreis Nürnberger Land und seine Kommunen als Schlüsselzuweisung ausbezahlt. Das teilt der CSU-Landtagsabgeordnete Norbert Dünkel in einer Pressemitteilung mit.

25 Millionen für die Gemeinden

Der Landkreis erhalte von dem Geld knapp 29 Millionen Euro, während sich die Städte und Gemeinden im Landkreis über mehr als 25 Millionen Euro freuen könnten, so Dünkel. Landesweit stehen im Jahr 2023 hierfür 4,27 Milliarden Euro zur Verfügung. Das sind 267 Millionen Euro mehr als im vergangenen Jahr (+ 6,7 Prozent).

„Auch für den Freistaat wird angesichts der wirtschaftlichen Entwicklung der finanzielle Handlungsspielraum geringer. Bei uns hat die Unterstützung der Kommunen jedoch hohe Priorität.  Heimat verknüpfen wir mit unseren Gemeinden und Städten, in denen wir leben.  Ich bin daher froh, dass mit den Schlüsselzuweisungen im nächsten Jahr die Unterstützung unserer Kommunen im Nürnberger Land auf hohem Niveau fortgesetzt wird“, so Dünkel weiter.

Lauf profitiert am stärksten 

Über eine Rekordsumme dürfe sich beispielsweise die Kreisstadt Lauf freuen. Mit über 3,6 Millionen Euro erhalte die Stadt mit 2,58 Millionen Euro im nächsten Jahr etwa eine Millionen mehr als noch 2022.

Auch Hersbruck profitiert von einem deutlichen Plus. Standen der Stadt in diesem Jahr noch 1,5 Millionen Euro zu, sind es im nächsten Jahr bereits über 2,1 Millionen Euro. Auch Burgthann kann sich über den Geldsegen aus München freuen, erhält die Gemeinde doch im nächsten Jahr das erste Mal seit zehn Jahren über 3 Millionen Euro zur freien Verfügung.

Neben diesen Kommunen bekommen auch Altdorf, Alfeld, Happurg, Henfenfeld, Kirchensittenbach, Leinburg, Neuhaus, Offenhausen, Rückersdorf, Velden, Vorra und Winkelhaid noch mehr Geld vom Freistaat. Andere Kommunen, deren eigene Steuerkraft in diesem Jahr gestiegen ist, erhalten im nächsten Jahr etwas weniger Schlüsselzuweisungen.

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