„World Games of MTB“

Fahrer des Teams Teuchert landen auf dem Podest

„Marathonmann“ Ali Geelhaar ist nach anstrengenden 58 Kilometern durch Schlamm und Dreck gezeichnet, aber glücklich über Rang vier. | Foto: privat2019/09/ali.jpeg

SAALBACH – Eine äußerst dreckige Angelegenheit waren die zum 21. Mal ausgetragenen „World Games of MTB“ in Saalbach Hinterglemm – im Wortsinn. Die „inoffiziellen“ Weltmeister der Mountainbiker mit und ohne Lizenz sahen nach den Rennen aus wie frisch durch den Schlamm gezogen, ihrer Freude tat das freilich keinen Abbruch. Mit dabei: das Team Teuchert aus Hersbruck.

Ali Geelhaar, Thomas Kletzenbauer, Michael Gassner und Michael Führmann hatten für die unterschiedlichen Distanzen recht gute Aussichten auf Topplatzierungen. Der Teamchef, Jörg Teuchert,  war in der Marathonwertung über 42 Kilometer und 200 Höhenmeter am Start. Im Ort erfolgte der obligatorische offizielle Startschuss, und es ging hinauf zum ersten Anstieg am Spielberghaus vorbei zum Kohlmais und weiter zur Panoramaalm. Von dort führten schnelle Schotterwege wieder hinunter ins Tal.

Erster Gang

Unten angekommen, ging es weiter zum nächsten Anstieg, der die Teilnehmer der 42, 58 und 80 Kilometer hinauf zum Schattberg Ostgipfel führte. Ein 10 Kilometer langer und steiler Anstieg kostete extrem viel Kraft in den Beinen, wurde deshalb von fast allen im ersten Gang gefahren. Die letzten 500 Meter hinauf zum Gipfel waren dann als „Sahnestück“ noch einmal extrem steil, und viele Teilnehmer schoben ihr Bike, weil die Kraft zum Treten einfach nicht mehr reichte.

Nach einer kurzen Abfahrt folgten weitere 100 Höhenmeter hinauf zum Westgipfel. Danach hieß es: Vollgas bergab! Der Hacklbergtrail ist einer der schönsten MTB-Trails in der ganzen Bikeregion Saalbach-Hinterglemm. Hier zeigte sich, wer noch ausreichend Kraft und Kondition zur Verfügung hatte, um entweder direkt ins Tal zu fahren und die 42 km-Strecke zu beenden oder weiterzukurbeln auf der 58 km- oder 80 km-Runde.

Plattfuß vorne

Michael Gassner entschied sich für die eher kurzen 31 Kilometer, weil er am Freitag bereits das Cross Country Rennen auf Platz drei erfolgreich absolviert hatte. Beim Marathon am Samstag erreichte er das Ziel dann als sehr guter Zweiter. Mit Thomas Kletzenbauer und Michael Führmann gab es für die 42 Kilometer-Variante gleich zwei starke Fahrer im Team Teuchert. Unter 214 gewerteten Teilnehmern erreichte Kletzenbauer einen starken sechsten Platz in der Gesamtwertung (3. Platz „Expert Men“). Auch Teuchert fuhr mit Platz 55 in der Gesamtwertung (Platz 18 „Master Men“) ein ordentliches Ergebnis ein. Weniger Glück hatte Führmann. Ihm verdarb ein Plattfuß am Vorderrad ein starkes Ergebnis.

„Marathonexperte“ Ali Geelhaar wagte sich an die harte 58-Kilometer-Runde. Bei dem Schnaittacher lief alles bestens, und so erreichte er das Ziel nach 4:01:55 Stunden auf einem starken vierten Platz.

N-Land Hersbrucker Zeitung
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