12-Stunden-Rennen: Hitze und Staub getrotzt

Das Rennen hatte sichtbare Spuren bei Stefan Hiemer, Robert Hofmann und Thomas Häußinger hinterlassen.2010/07/12_STUNDEN_MTB_SCHNAITTACH_066.jpg

FEUCHT – Beim Zwölf-Stunden-Mountainbike-Rennen in Schnaittach starteten drei Mitglieder vom Radexpress aus Feucht: Stefan Hiemer hatte als Einzelstarter gemeldet, Robert Hofmann und Thomas Häußinger gingen als Zweierteam an den Start.
Der Veranstalter hatte einen technisch schweren und konditionell sehr anspruchsvollen sechs Kilometer langen Rundkurs abgesteckt. Dazu kam, dass der Wettergott nur Sonne, Sonne und nochmal Sonne mit 37 Grad im Schatten zu bieten hatte.
Vor dem Start wurde noch über die Taktik im Rennen gesprochen und Helferin Birgit Häußinger über die Wünsche eines Bikers bei einem zwölf Stunden Rennen informiert. Pünktlich um 9 Uhr wurde das Rennen gestartet, 31 Einzelstarter und 86 Zweier- und Viererteams machten sich auf die Reise mit der Ungewissheit, wie der menschliche Körper mit der Belastung und der Hitze umgeht.
Stefan Hiemer ging mit ordentlich Zug auf der Kette das Rennen an und etablierte sich nach zirka vier Stunden auf Platz drei bei den Einzelstartern Senioren. Zu den Gegnern, die am Morgen in der Startaufstellung gesichtet worden waren, kam noch ein neuer, harter und unbarmherziger Feind hinzu: der Staub auf der Strecke und die Wahnsinns Hitze. Doch Hiemer zeigte keine Schwäche und wurde nach zwölf Stunden als glücklicher Finisher auf Platz drei im Ziel begrüßt.
Mit ganz anderer Taktik ging das Zweier-Team ins Rennen. Thomas Häußinger ging mit vollem Einsatz auf die erste Runde und hielt sich in der Spitzengruppe. Geplant war immer im Wechsel eine Runde zu fahren und nach drei Stunden auf einen zwei Rundenwechsel umzustellen.
Aus diesem Plan wurde nichts. Nach drei Stunden lagen die beiden auf Platz zwei in ihrer Wertung, der Abstand zum drittplatzierten Team lag bei zweieinhalb Minuten und zum Platz vier gerade einmal drei Minuten. Also Zähne zusammenbeißen und den Kampf um Platz zwei annehmen.
Hofmann hatte zwei Stürze mit Prellungen und Abschürfungen, Häußinger hatte einen Platten und rettete sich gerade noch in die Wechselzone. Doch wer ein richtiger Biker beim Radlexpress ist, lässt sich durch solche „Kleinigkeiten“ nicht aus der Ruhe bringen. So bauten beide ihren Vorsprung noch weiter aus und kamen überglücklich auf Platz zwei ins Ziel.

Mit der Siegerehrung gingen eine super Veranstaltung, organisiert vom Radclub Schnaittachtal, und ein langer Tag glücklich zu Ende.

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